Die Eskalation im Nahen Osten wirkt sich zunehmend auch auf Österreich aus: Autofahrer müssen derzeit deutlich tiefer in die Tasche greifen. Benzin und Diesel sind so teuer wie lange nicht mehr, an einzelnen Tankstellen kostet Diesel bereits mehr als 1,90 Euro pro Liter.
Hintergrund ist der Krieg im Iran. Seit Beginn des Konflikts sind die Spritpreise hierzulande stark gestiegen. Die Bundesregierung arbeitet laut Bericht weiterhin an einer nachhaltigen Lösung, um die Ölpreise wieder auf ein leistbares Niveau zu bringen.
Unterdessen weist OMV-Chef Alfred Stern den Vorwurf zurück, sein Unternehmen würde aus der Krise zusätzlichen Profit schlagen. Im Ö1-"Journal" betonte er am Samstag, dass die Preisbildung nicht direkt bei den Raffinerien stattfinde. Auf die Frage, ob sich die OMV ein "Körberlgeld" verdiene, sagte Stern: "Die Preise entstehen nicht in einer Raffinerie."
Seiner Ansicht nach profitiert vor allem der Staat von den derzeit hohen Ölpreisen. Stern sprach sich deshalb auch für eine Senkung der Steuern auf Treibstoff aus.
Auch zur Versorgungslage äußerte sich der OMV-Chef zurückhaltend. Ob Österreich das ganze Jahr über ausreichend Treibstoff zur Verfügung haben werde, lasse sich derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Im schlimmsten Fall könnte es sogar zu Engpässen kommen. Gleichzeitig betonte Stern mehrfach, oberste Priorität der OMV sei es, die Versorgungssicherheit der Kunden aufrechtzuerhalten.
Sollte es dennoch zu einer Mangellage kommen, müsse man Treibstoff sparen. "Dann muss man weniger und langsamer Auto fahren", so Stern, der betont, dass es "keinen Weg drumherum" gebe.