Der Frust nimmt zu. Vor genau zwei Wochen begann der Iran-Krieg. Die Auswirkungen sind nicht nur in der Region gravierend. Heftige Turbulenzen gibt es auch bei uns.
Auf der Donaustadtstraße (Wien-Donaustadt) wurden diese Woche bereits 2,39 Euro pro Liter Diesel verlangt. Eine Tankfüllung (60 Liter) kam hier auf 128,34 Euro!
Die Weltwirtschaft spielt seit dem Beginn des Iran-Kriegs verrückt. Vor allem die Ölpreise schießen in die Höhe. Grund ist die Sperre der Straße von Hormus. Sie ist nur 50 Kilometer breit, gilt aber als die wichtigste Ölexportroute der Welt. Pro Tag wurden hier etwa 20 Millionen Fass Rohöl durchgeführt. Jetzt gerade gar keine.
Die Auswirkungen auf die Zapfsäulen sind extrem. Am Tag bevor der Krieg begann, zahlte man in Österreich im Durchschnitt 1,547 Euro für einen Liter Diesel (alle Daten vom ARBÖ). Jetzt – also zwei Wochen danach – sind es 1,925 Euro, das sind um knapp 40 Cent mehr. Ein Plus von fast 25 %!
Beim Super 95 waren die Auswirkungen nicht ganz so extrem, aber sehr wohl auch spürbar. Die Preise im österreichweiten Schnitt stiegen von 1,51 Euro pro Liter auf 1,72 Euro.
Tausende Österreicher tanken jetzt im Ausland. Der Ansturm von Kärntnern auf eine slowenische Tankstelle war am vergangenen Wochenende so stark, dass der Sprit dort ausging. Oberösterreicher fliehen nach Tschechien, hier lag diese Woche der Literpreis nur wenige Kilometer hinter Annaberg-Buchholz für Diesel bei 1,28 Euro.
Noch spüren wir den Anstieg "nur" bei Energiepreisen, doch wenn der Krieg länger dauert, können sich fast alle Güter des täglichen Bedarfs verteuern. Überall sind Transportkosten enthalten.