Die Inflation in Österreich ist im Jänner 2026 spürbar gesunken. Laut Statistik Austria lag die Teuerungsrate im Jahresvergleich bei 2,0 Prozent.
Damit wurde die Schnellschätzung von Anfang des Monats exakt bestätigt. Im Dezember hatte die Inflationsrate noch 3,8 Prozent betragen. Auch im Monatsvergleich zeigt sich eine Entspannung: Gegenüber Dezember 2025 sank das durchschnittliche Preisniveau um 0,7 Prozent, teilte die Statistik Austria am Mittwoch in Wien mit.
Ausschlaggebend für den kräftigen Rückgang war vor allem der Energiesektor. "Effekte der Strompreisentwicklung senkten die Inflation um einen ganzen Prozentpunkt", erklärte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk.
Grund dafür ist unter anderem ein starker Basiseffekt: Im Jänner 2025 waren die Preise durch das Auslaufen der Strompreisbremse deutlich gestiegen. Heuer sorgte dieser Vergleichseffekt gemeinsam mit gesenkten Elektrizitätsabgaben für einen Preisrückgang bei Strom um 8,2 Prozent im Jahresvergleich. Auch Treibstoffe und Heizöl wirkten dämpfend auf die Gesamtinflation.
In anderen Bereichen ließ der Preisdruck ebenfalls nach. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Jänner um 2,6 Prozent – deutlich weniger stark als noch im Dezember.
Als größter Preistreiber erwiesen sich weiterhin Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen. Diese legten im Jahresabstand um durchschnittlich 4,9 Prozent zu.
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für EU-Vergleiche herangezogen wird, lag im Jänner in Österreich ebenfalls bei 2,0 Prozent.