Kanzler-Ziel erreicht

Knalleffekt in Österreich! Inflation sinkt auf 2 %

Die Bundesregierung hat den Kampf gegen die Inflation ganz oben auf die Agenda gesetzt – und die Anstrengungen scheinen nun zu wirken. Die Details.
André Wilding
04.02.2026, 09:02
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Einkaufen, Wohnen, Energie – für viele Österreicher wird der Alltag immer teurer. Die Teuerung ist laut aktuellen Zahlen für einen Großteil der Bevölkerung die größte Sorge. Und das nicht ohne Grund: Mit einer Jahresinflation von 3,6 Prozent im Jahr 2025 lag Österreich deutlich über dem EU-Schnitt.

Noch höher fiel die Inflation im Vorjahr nur in wenigen Ländern aus. Vor allem einige osteuropäische Staaten wie Rumänien und Ungarn lagen noch vor Österreich. Für viele Haushalte bedeutet das: Das Geld reicht immer schwerer bis zum Monatsende.

Der Druck auf die Bundesregierung ist dadurch stark gewachsen – der Kampf gegen die Inflation steht daher ganz oben auf der politischen Agenda. Vor allem steigende Preise bei Wohnen, Lebensmitteln und Dienstleistungen sorgen für Unmut.

Das Kanzler-Statement im VIDEO

2-1-0-Formel

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat daher ein klares Ziel ausgegeben. Mit seiner sogenannten 2-1-0-Formel soll die Teuerung im Jahr 2026 deutlich sinken. Konkret will die Regierung die Inflation auf zwei Prozent drücken.

Und nun scheinen die inflationsdämpfenden Maßnahmen der Bundesregierung tatsächlich zu greifen. Denn die Inflation ist in Österreich auf 2 Prozent gesunken. Das geht aus einer Schnellschätzung von Statistik Austria hervor. Ausschlaggebend für die im Vergleich zu 2025 niedrigere Teuerung war das Ende des Basiseffektes bei Strom und Preisrückgänge bei Energie generell (Strom, Gas, Heizöl, Treibstoffe). Ein Vergleich der Indexstände von Dezember 2025 zu Jänner 2026 zeigt, dass das Preisniveau voraussichtlich um 0,7 Prozent sinkt.

"Einer ersten Schätzung zufolge wird die Inflation im Jänner 2026 bei 2,0 % liegen. Damit sinkt die Teuerung in Österreich nach den hohen Inflationsraten des Jahres 2025 wieder auf die Werte der zweiten Jahreshälfte 2024. Dämpfende Effekte gingen von Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffen sowie von Industriegütern aus", so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Preisrückgang dämpfte Inflationsrate

Allein der Preisrückgang von 4,9 % im Bereich Energie dämpfte die Inflationsrate um 1,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025. Grund dafür war unter anderem das Ende des Basiseffekts der mit Jahresbeginn 2025 ausgelaufenen Strompreisbremse, die im Jänner 2026 gesenkte Energieabgabe und der reduzierte Erneuerbaren-Förderbeitrag. Industriegüter verteuerten sich mit +0,8 % nur minimal im Vergleich zum Jänner 2025. Die Preise für Dienstleistungen waren mit einem Plus von 3,8 % weiterhin Inflationstreiber, aber ihr Einfluss auf die Inflation verringerte sich im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten.

2025 hatten Teuerungsraten bei Dienstleistungen deutlich über 4 % betragen, weshalb ihr Einfluss auf die Gesamtinflation entsprechend höher war als aktuell. Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich im Jänner mit +2,7% ebenfalls weniger stark als zuvor und hatten dadurch einen geringeren Einfluss auf die Inflationsrate als im vergangenen Jahr.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 04.02.2026, 12:07, 04.02.2026, 09:02
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