Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria erhielten im Vorjahr genau 25.095 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft. Im Vergleich zum Jahr davor bedeutet dies einen Anstieg von 14,6 Prozent. Damit hat sich der Trend der steigenden Einbürgerungszahlen auch im Vorjahr fortgesetzt, zieht die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, Manuela Lenk, Bilanz.
Insgesamt 38 Prozent der neuen Österreicher haben hierzulande jedoch keinen Wohnsitz. Bei ihnen handelt es sich zum Großteil um Nachkommen von politisch Verfolgten zur Zeit des NS-Regimes.
Betrachtet man die Zahl der Eingebürgerten mit Wohnsitz in Österreich, war im Vorjahr ein Anstieg von 19 Prozent zu beobachten. Der Großteil dieser 15.512 Personen hatte zuvor die syrische Staatsbürgerschaft (3.189 Menschen). Insgesamt 1.632 kamen aus der Türkei, 1.301 aus Afghanistan, 745 aus Bosnien und Herzegowina sowie 709 aus dem Iran.
Nur ein Fünftel der neuen Staatsbürger kam in Österreich zur Welt. Beinahe die Hälfte der Personen waren Frauen (49,4 Prozent) und etwa ein Drittel davon war unter 18 Jahre alt (32,3 Prozent).
Bei der Aufteilung auf die Bundesländer hat Wien den höchsten Anstieg an neu eingebürgerten Personen verzeichnet. In der Bundeshauptstadt gab es im Jahr 2025 ein sattes Plus von 38,6 Prozent. Auf Platz zwei folgte Vorarlberg (+ 37,2 Prozent). Das Podest komplettiert Tirol mit einem Plus von 23,6 Prozent. Aber auch in Niederösterreich (+ 19,5 Prozent), der Steiermark (+ 18,5 Prozent), Kärnten (+ 16,6 Prozent) und dem Burgenland (+16,1 Prozent) wurden Anstiege verzeichnet.
Lediglich zwei Bundesländer wirkten dem Trend aus dem Vorjahr entgegen. In Salzburg machte sich ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent bemerkbar. Noch deutlicher war das Minus in Oberösterreich. Dort wurden 2025 um 11,2 Prozent weniger Menschen eingebürgert als im Jahr zuvor.