Mit so einer Post hatte sie nicht gerechnet. Ende Jänner erhielt Silvia G., Chefin eines Familienbetriebs in Wien, die Rechnung für den ORF-Beitrag 2025. Ausgestellt am 23. Jänner, Zahlungsfrist: 12. Februar.
Doch noch bevor diese Frist ablief, flatterte bereits die nächste Post ins Haus. Am 11. Februar - also einen Tag vor dem offiziellen Zahlungstermin - kam eine Mahnung inklusive 10 Prozent Säumniszuschlag.
Statt 183,60 Euro sollte die Unternehmerin aus der Bundeshauptstadt plötzlich 201,96 Euro überweisen. Wer den ursprünglichen Betrag bereits bezahlt habe, müsse "nur den Säumniszuschlag" begleichen.
"Wie auch immer man zur gesetzlichen Zahlungspflicht dieses Beitrages für Firmen stehen mag - wir sind am Standort neun Dienstnehmer, die aus organisatorischen Gründen auf drei Firmen aufgeteilt sind", so die Unternehmerin zu "Heute".
Und weiter: "In zwei dieser Firmen ist jeweils ein Teilzeitmitarbeiter angemeldet, der auch in der Stammfirma Teilzeit angestellt ist. Dadurch wird uns dieser Beitrag drei Mal vorgeschrieben – eine derartige Aktion trägt nicht wirklich zur Akzeptanz bei."
Die 183,60 Euro wurden am 11. Februar überwiesen - also rechtzeitig vor Ablauf der Frist. Den geforderten Säumniszuschlag zahlte das Unternehmen nicht. Laut der Firmenchefin soll es auch in anderen Betrieben zu ähnlichen Fällen gekommen sein.