Menü auf Facebook gepostet

Wirt muss für Schnitzel-Foto saftige Strafe zahlen

Ein Facebook-Posting mit Schnitzel und Zander kommt einen Wirt aus Niederösterreich jetzt teuer zu stehen. Nun will der Gastronom andere warnen.
André Wilding
16.02.2026, 09:30
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Was harmlos als Werbung für ein Mittagsmenü gedacht war, endete für einen Wirt aus Niederösterreich mit einer Rechnung über mehrere tausend Euro. Zwei gepostete Speisen-Fotos brachten ihm eine saftige Strafe ein – das berichtet am Montag die "Kronen Zeitung".

Franz Leinfellner, Betreiber von Leini’s Dorfwirtshaus in Enzenreith, traute seinen Augen kaum, als er im Sommer Post von einer Anwaltskanzlei bekam. Diese hat sich auf Urheberrechtsverletzungen im Internet spezialisiert. Der Vorwurf: Der Gastronom hatte Fotos verwendet, für die er keine Bildrechte besaß.

"Da muss man schon einmal schlucken"

Konkret ging es um Bilder eines Zanderfilets mit Petersilienerdäpfeln sowie eines Schnitzels mit Salat. "Ich habe eines davon 2018 und das andere 2020 auf Facebook als Werbung für ein Menü gepostet", schildert der Wirt gegenüber der "Kronen Zeitung". Dass die Fotos nicht ihm gehörten, wurde ihm erst Jahre später zum Verhängnis.

Der Lizenzinhaber forderte zunächst 6.000 Euro. Am Ende konnte man sich auf knapp 4.000 Euro einigen. "Da muss man schon einmal schlucken. Vor allem, weil ein Bild um die 100 Euro kostet, wenn man es regulär gekauft hätte", sagt Leinfellner der "Krone".

Auf den Fall aufmerksam geworden war er durch einen ähnlichen Bericht: Eine Gastronomin aus Oberösterreich musste für das Bild einer Lasagne 4.000 Euro zahlen. Auch sie hatte Post von derselben Kanzlei erhalten.

"Geschäftemacherei"

Leinfellner sieht darin ein Geschäftsmodell. "Vor ein paar Jahren hat man an diese Thematik noch nicht so gedacht. Ich habe selber lange zurückschauen müssen, bis ich die Bilder gefunden habe. Aber mit Künstlicher Intelligenz findet man die Bilder halt schnell. Das hört sich für mich stark nach Geschäftemacherei an", warnt er in der Tageszeitung andere Wirte.

Seine Lehre aus der Causa: Fotos macht er inzwischen nur noch selbst oder achtet genau darauf, woher das Material stammt. Denn ein vermeintliches Gratis-Bild aus dem Internet kann schnell richtig teuer werden.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 16.02.2026, 14:42, 16.02.2026, 09:30
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