Das Wirtshaussterben schreitet in Österreich rasant voran. Immer mehr Betriebe müssen zusperren – in dieser Zeit macht Kira Schinko sich in der neuen ORF Doku "Aufsperren statt Zusperren!" auf eine Reise durch Österreichs verlassene Wirtshäuser. Dabei stellt sie sich die Frage:" Ist das Wirtshaus noch zu retten?"
Schinko trifft dabei ehemalige Stammgäste, frühere Wirtinnen und Wirte sowie lokale Initiativen. Gemeinsam mit Spitzen-Gastronomen der Region bringt sie Menschen, Ideen und potenzielle Pächter zusammen – immer mit dem Ziel, die soziale Funktion des Wirtshauses neu zu beleben. Für einen Tag sperrt sie verlassene Lokale wieder auf und setzt alles daran, ihnen in Zukunft neues Leben einhauchen zu können.
"Ein Ziel war es auch, den Leerstand in den Orten überhaupt einmal sichtbar zu machen und die Leute zu animieren, sich zu organisieren und das zu ändern", erklärt die Moderatorin. Vier Tage lang lebte sie mit den Bewohnern des Ortes zusammen und tauchte in deren Welt ein.
Besonders wichtig für Schinko: "Die Bewohnerinnen und Bewohner können ihren Ort selbst gestalten. Nicht nur die Politik hat einen Einfluss" – denn Wirtshäuser sollen auch in Zukunft ein Ort sein, wo sich die Bewohner treffen, um zusammen eine gute Zeit zu verbringen.
Das wird jedoch zunehmend schwieriger, denn immer mehr Lokale müssen schließen, weil sie kein Personal mehr finden. "Auch, weil Frauen früher viel gratis garbeitet haben", weiß Schinko. Umso wichtiger also, Wirtshäuser auch für die Jugend wieder interessant zu machen. "Egal wo wir waren, wir haben die jungen Leute gesucht aber selten gefunden", erinnert sich die Moderatorin.
Schade eigentlich, denn: "Auch bei den Jungen herrscht eine unglaubliche Affinität zum Essen. Durch mehr vegetarische Speisen oder coole neue Getränke könnte man das deutlich attraktiver gestalten." Wie das Wirtshaus der Zukunft aussehen könnte und was es braucht, um diese Kultur wieder zu beleben, kann man ab dem 18. Februar um 22:00 Uhr auf ORF 1 und ORF ON sehen.