International gefahndet

Kupfer-Coups in Österreich – Bande geschnappt

Nach einer Serie von Kupferdiebstählen quer durch Österreich und einer internationalen Fahndung wurde eine Tätergruppe festgenommen.
Newsdesk Heute
13.02.2026, 15:15
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Eine Tätergruppe soll seit Herbst 2024 quer durch Österreich Firmen heimgesucht und tonnenweise Kupfer gestohlen haben. Insgesamt acht rumänische Staatsbürger im Alter von 29 bis 45 Jahren wurden nun festgenommen.

Kriminalisten des Landeskriminalamts Steiermark ermittelten seit Ende September 2024 gemeinsam mit Kollegen aus dem Burgenland gegen die Verdächtigen. Ihnen wird vorgeworfen, in wechselnder Besetzung gezielt in Firmenobjekte eingebrochen und große Mengen des Metalls erbeutet zu haben.

Kupfer im Auto versteckt

Das gestohlene Kupfer wurde laut Polizei vor allem mit Kastenwägen abtransportiert und anschließend ins Ausland gebracht. Um bei Kontrollen nicht aufzufallen, versteckten die Täter das Diebesgut unter Decken, Planen und zwischen "Alltagsgegenständen".

Besonders auffällig verlief ein Einbruch am 10. Oktober 2024 in Fohnsdorf im Bezirk Murtal: Ein Kastenwagen wurde dabei so stark beladen, dass ein Reifen platzte. Die Täter stellten das Fahrzeug versperrt am Pannenstreifen der S6 ab und flüchteten mit einem weiteren Auto.

Festnahme an Grenze

Am 20. Oktober reisten erneut drei Mitglieder der Gruppierung nach Österreich ein. Nach einem Firmeneinbruch in Hornstein im Burgenland klickten tags darauf am Grenzübergang Nickelsdorf die Handschellen. Beamte nahmen die Männer mit rund 5,5 Tonnen Kupfer fest.

Bei den Ermittlungen stellte sich außerdem heraus, dass einer der Verdächtigen erst kurz zuvor aus einer Haft in Deutschland entlassen worden war – ebenfalls wegen eines ähnlichen Diebstahls.

Internationale Fahndung

Nach umfangreichen internationalen Fahndungen wurden schließlich fünf EU-Haftbefehle in Deutschland, Rumänien und den Niederlanden vollzogen. Der letzte Tatverdächtige wurde Ende Jänner 2026 nach Österreich ausgeliefert und in die Justizanstalt Leoben überstellt.

250.000 Euro Schaden

Der Gruppe konnten insgesamt zwölf Firmeneinbrüche in mehreren Bundesländern (Burgenland, Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol, Steiermark) zugeordnet werden. Der Gesamtschaden liegt bei rund 250.000 Euro. Die Verdächtigen zeigten sich laut Polizei großteils geständig.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 16:42, 13.02.2026, 15:15
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