Der Fall um das tote Neugeborene beim Grenzübergang Nickelsdorf (Bgld.) bekommt jetzt eine neue, brisante Dimension: Laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt laufen mittlerweile grenzüberschreitende Ermittlungen – berichtet der ORF. Damit wird klar: Die Suche nach der Mutter und möglichen Tatbeteiligten endet nicht an der Grenze.
Der dramatische Fund hatte am 18. Jänner für Entsetzen gesorgt. Reisende entdeckten kurz nach 13 Uhr im Bereich des Grenzübergangs Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) ein neugeborenes Mädchen. Als der Notarzt eintraf, war das Kind bereits tot.
Wie die Staatsanwaltschaft Eisenstadt nun mitteilt, wird inzwischen auch über Österreich hinaus ermittelt. Welche Länder konkret eingebunden sind und welche Behörden kooperieren, wurde vorerst nicht näher ausgeführt. Fix ist aber: Der Fall wird nicht mehr nur im Burgenland abgearbeitet – er zieht Kreise über die Grenze hinweg.
Damit rückt auch die Frage stärker in den Mittelpunkt, ob das Baby möglicherweise nicht in Österreich zur Welt kam – oder ob Spuren ins Ausland führen.
Bereits bekannt ist: Die Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend geboren wurde und durch Fremdeinwirkung starb. Als Todesursache wurde ein Schädel-Hirn-Trauma festgestellt. Die Ermittler gehen damit von einem Gewaltverbrechen aus.
Wer die Mutter ist, wer das Kind zum Grenzübergang brachte und wie es zu den tödlichen Verletzungen kam, ist weiterhin offen. Die Behörden halten sich zu möglichen Verdächtigen bedeckt.
Auch Videomaterial spielt eine Rolle: Die Polizei hat Aufnahmen von Kameras im Bereich des Grenzübergangs ausgewertet. Details dazu werden jedoch nicht genannt. Ob die Videos konkrete Hinweise auf eine Person oder ein Fahrzeug liefern, bleibt geheim.
Klar ist nur: Mit den neuen grenzüberschreitenden Ermittlungen ist der Fall endgültig eskaliert – und die Fahndung läuft jetzt auf einer neuen Ebene.