Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LKA NÖ) kamen einer serbischen Tätergruppe auf die Spur, die im März 2025 gezielt Firmenfahrzeuge ins Visier genommen haben soll. Der Schaden beträgt fast 170.000 Euro.
Zwischen 11. und 18. März des Vorjahres wurden laut Polizei insgesamt 22 Firmenfahrzeuge aufgebrochen. Gestohlen wurden hochwertige Bauwerkzeuge und Baumaschinen. Der Gesamtschaden beträgt mehr als 166.700 Euro.
Der erste Zugriff gelang am 18. März 2025 am Grenzübergang Röszke in Ungarn. Die dortige Polizei stoppte ein von der Gruppe verwendetes Fahrzeug. Im Laderaum: zahlreiche gestohlene Bauwerkzeuge und Baumaschinen aus Österreich. Der Lenker, ein 26-jähriger Serbe, wurde nach Beantragung eines europäischen Haftbefehls festgenommen und zehn Tage später nach Österreich ausgeliefert. Bei der Einvernahme war er geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.
Weitere Ermittlungen führten zu zwei mutmaßlichen Mittätern. Gegen beide wurden ebenfalls europäische Haftbefehle erlassen. Ein 38-jähriger serbischer Mitbeschuldigter wurde am 9. August 2025 in Tompa (Ungarn) festgenommen und am 19. August nach Österreich ausgeliefert. Bei der Einvernahme war er teilweise geständig. Auch der Dritte aus der Bande kam in die Justizanstalt Wien-Josefstadt.
Der Beschuldigte, ein 32-jähriger Serbe, wurde am 10. November 2025 in Berlin (Deutschland) festgenommen. Am 29. Jänner 2026 erfolgte die Auslieferung nach Österreich. Bei der Einvernahme war er geständig und wurde ebenfalls in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.