Ein ungewöhnlicher Fall rund um einen geänderten Geschlechtseintrag hat in Österreich für Aufsehen gesorgt – nun gibt es eine Entscheidung der Behörden. Der 60-jährige Ex-Rotlicht-Betreiber, der seinen Eintrag im Personenstandsregister zeitweise von "männlich" auf "weiblich" ändern ließ, ist laut einem aktuellen Bescheid wieder als Mann registriert.
Waltraud P. hatte es im Februar 2025 geschafft, im Zentralen Personenstandsregister eine Änderung vornehmen zu lassen. Mit 26. Februar 2025 war Walter dort dank der Umstellung von "männlich" auf "weiblich" als Waltraud eingetragen. Grundlage dafür war ein Befund, in dem eine "Störung der Geschlechtsidentität/Transsexualismus" attestiert wurde – "Heute" berichtete.
In der Folge sorgte der Fall für breite Diskussionen. Unter anderem stand im Raum, dass die Änderung Auswirkungen auf den Pensionsantritt sowie auf den Vollzug einer Haftstrafe haben könnte.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) beauftragte schließlich den Magistrat Wien, den Vorgang erneut zu prüfen. Knapp ein Jahr später wurde der Eintrag nun wieder zurückgeändert.
Im Bescheid, der der "Krone" vorliegt, wird dabei festgehalten: "Die ständige Rechtsprechung verlangt kein bestimmtes Aussehen wie z. B. Nagellack oder lange Haare." Gleichzeitig heißt es jedoch: "Lediglich eine Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes in Richtung des Wunschgeschlechtes." Das bedeute, dass eine Person zumindest annähernd dem gewünschten Geschlecht entsprechen müsse.
Der Betroffene lehnte dies laut Bericht ab und erhob Einspruch. Dazu sagte er: "Jeder, der sich als Frau fühlt, soll seinen Gefühlen freien Lauf lassen."