Preise steigen weiter: Auch wenn die Inflation endlich den erwünschten Wert von 2 % erreicht hat, bleiben die Nachwirkungen der langen Teuerungsphase weiterhin spürbar.
Jetzt ist es bald wieder so weit: Im Wirtshaus, Restaurant und auch in der Bar erwarten Gäste wieder einige Preiserhöhungen.
Der Betreiber eines renommierten Wiener Restaurants spricht – anonym – darüber mit "Heute": "Bei mir am Schreibtisch liegt die aktuelle Karte, ich rechne die Kosten gerade durch." Zeitraum: "Es wird wohl knapp nach dem Heringschmaus neue Preise geben", also nach Ende der Faschingszeit. Eines ist klar: Er wird nicht als Einziger höhere Preise verlangen.
Treiber der Teuerung: "Schlimm waren die Preissteigerungen beim Rindfleisch im letzten Jahr", sagt der Wirt. Um ein Drittel stiegen die Kosten schon vor Dezember an, "und dann gab es einen weiteren Schub zu Weihnachten, der Fleischverkäufer kam schon mit gesenktem Kopf zu mir." Das hilft allerdings wenig, auch der Gastronom muss Ausgaben und Einnahmen in Balance halten, deswegen werden jetzt vor allem die Speisen mit dem feinen, hochwertigen Beiried im Preis angehoben.
"Um bis zu zwei Euro werde ich etwa den Rostbraten oder das Rumpsteak teurer machen müssen", sagt er zu "Heute". Einige andere Speisen werden um 3 % im Preis erhöht, das Kalbschnitzel auch nur gering.
Die gute Nachricht allerdings: "Die meisten Österreicher bestellen sowieso ein Schweinsschnitzel – das ist nicht von der Teuerung betroffen."
Doch er versucht nicht alles auf die Gäste abzuwälzen: "Ich werde den Preis vom beliebten Hausbier nicht anheben."
Doch auch am Bierpreis wird der Restaurant-Chef mit Herz und Seele schrauben müssen. "Wir werden die meisten Sorten um etwa 20 Cent erhöhen müssen, knacken somit leider die Grenze von sechs Euro pro Krügerl (Anm. halben Liter)."