Jetzt schlägt UN Alarm

Teuerung im Handel trifft uns bald noch einmal

Weltweit steigen die Lebensmittelpreise stark an, Experten warnen: Der Iran-Konflikt könnte deinen Einkauf deutlich verteuern.
Österreich Heute
08.04.2026, 09:41
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Die Preise für Lebensmittel ziehen weltweit spürbar an, ein Ende ist nicht in Sicht. Die UN-Ernährungsorganisation FAO schlägt Alarm: Bereits im März sind die Preise auf den höchsten Stand seit dem Spätsommer 2025 gestiegen.

Der Grund liegt im Konflikt rund um den Iran. Die gestiegenen Energiepreise treiben die Kosten entlang der gesamten Lebensmittelkette nach oben - von der Produktion bis zum Transport. Noch konnte ein reichliches Getreideangebot die schlimmsten Auswirkungen abfedern.

Doch die Lage könnte rasch kippen. FAO-Chefökonom Maximo Torero warnt: Sollte der Konflikt länger als 40 Tage andauern und die Produktionskosten hoch bleiben, könnten Landwirte weniger anbauen oder auf weniger düngerintensive Kulturen umsteigen. "Diese Entscheidungen werden sich auf die künftigen Erträge auswirken und unser Nahrungsmittelangebot sowie die Rohstoffpreise für den Rest dieses und das gesamte nächste Jahr prägen".

Das bedeutet: Lebensmittel könnten schon bald deutlich teurer werden – und das nicht nur kurzfristig.

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Besonders stark zeigt sich der Preisanstieg schon  jetzt bei einzelnen Produkten. Zucker verteuerte sich um 7,2 Prozent und liegt damit auf dem höchsten Stand seit Oktober 2025. Auch Pflanzenöle wurden deutlich teurer und legten um 5,1 Prozent zu. Hier schlagen die höheren Rohölpreise und die steigende Nachfrage nach Biokraftstoffen durch.

Die nächste Preis-Explosion wartet

Ein zusätzlicher Preistreiber ist die Versorgung mit Düngemitteln. Durch den Konflikt fallen wichtige Lieferungen aus der Golfregion aus. Die Straße von Hormus – eine zentrale Route für den weltweiten Handel – ist blockiert. Rund 30 Prozent des globalen Düngemittelhandels laufen normalerweise über diesen Weg.

Die Folgen sind bereits spürbar: Laut Bank of America sind die Preise für Düngemittel um 30 bis 40 Prozent gestiegen. Anders als bei Öl gibt es hier keine strategischen Reserven.

Damit kommt es zu einer gefährlichen Mischung: teure Energie, knappe Düngemittel und unsichere Lieferketten. All das treibt die Preise weiter nach oben.

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