Im Podcast "Mindgames" sprach ZiB-Moderator Stefan Lenglinger offen wie nie über erschreckende Rassismuserfahrungen im Kindergarten (mehr dazu hier) – dann gibt er seinen unangenehmsten Moment seiner Karriere preis.
"Das Schlimmste war für mich, dass mich eine Politikerin nach einem Live-Interview direkt zusammengeschrien hat, noch im Studio", erinnert sich der ORF-Star im Gespräch mit Influencer Lukas Riegler. Während der nächste Beitrag nach dem Interview lief, habe sich die namentlich nicht näher genannte Politikerin "wahnsinnig über die Fragen aufgeregt und wie ich sie gestellt habe", erinnerte sich Lenglinger.
Der Moderator kam dadurch gehörig ins Schwitzen, weil er wusste, dass der eingespielte Beitrag bald vorbei sein wird und er dann den nächsten anmoderieren müsse. Schließlich sah er keinen anderen Ausweg mehr: "Ich musste sie aus dem Studio werfen." Im Anschluss dachte der damals noch blutjunge Moderator, "das wars jetzt – ich habe meine Grenzen überschritten" Im Nachhinein sehe er die Situation natürlich anders.
Dennoch: Das ideale Gespräch sei für ihn nicht so konfrontativ. TV-Journalismus müsse kritisch sein – sollte aber nicht zum Schlagabtausch verkommen. "Ein Interview ist kein Boxkampf", so Lenglinger. Im Idealfall würden beide Seiten gut aussteigen: der Moderator, indem er kritische Fragen stellt, und der Politiker, indem er mit seinen Argumenten überzeugt oder neue Perspektiven aufzeigt. Es gehe darum, sich gegenseitig abzutasten – nicht gegeneinander zu arbeiten.