Ein technischer Defekt hat einen AUA-Flieger auf Gran Canaria vorerst außer Gefecht gesetzt. Statt planmäßig nach Wien zurückzukehren, blieb die Maschine nach einem abgebrochenen Start einfach am Boden – das berichtet am Ostermontag "Austrian Wings".
Am 2. April war der Airbus A320 mit der Kennung OE-LZE als Flug OS 471 von Wien auf die Insel geflogen. Der Hinflug verlief noch ohne Zwischenfälle. Nach rund 40 Minuten am Boden sollte es wieder zurückgehen - doch dazu kam es nicht.
Beim Rollen zur Startbahn traten plötzlich Probleme bei einem der beiden Triebwerke auf. Noch bevor der Jet richtig beschleunigen konnte, wurde der Start aus Sicherheitsgründen abgebrochen, heißt es in dem Bericht.
Mit geringer Geschwindigkeit rollte das Flugzeug weiter bis zum nächsten Rollweg, verließ die Piste und wurde zurück auf das Vorfeld gebracht. Dort steht der Airbus seither. Der Grund: Der Schaden ist so massiv, dass eine Reparatur vor Ort nicht ausreicht. Stattdessen muss die komplette Turbine ausgetauscht werden.
"Wir bestätigen, dass am 2. April der Start des Flugs OS472 von LPA nach VIE wegen Problemen eines Triebwerks des Flugzeugs abgebrochen werden musste. Das Flugzeug mit der Kennung OE-LZE steht voraussichtlich noch einige Tage in LPA, weil ein Triebwerkstausch notwendig ist. Die Passagiere des Flugs OS 472 vom 2. April wurden am Folgetag mit einer anderen Maschine (OE-LZD) von Austrian Airlines aus LPA geholt, auch die Crew ist selbstverständlich bereits wieder in VIE", bestätigt eine AUA-Sprecherin gegenüber "Austrian Wings".
Für die betroffenen Passagiere konnte rasch eine Lösung organisiert werden. Sie wurden bereits am nächsten Tag mit einer Ersatzmaschine zurück nach Wien gebracht. Auch die Crew ist längst wieder im Einsatz, heißt es in dem Bericht.
Auswirkungen auf den restlichen Flugbetrieb gibt es laut aktuellen Informationen kaum. Durch Änderungen im Flugplan stehen derzeit zusätzliche Flugzeuge zur Verfügung, sodass Ausfälle kompensiert werden können.