Nach dem ernsten Karfreitag scheint der Karsamstag fast unscheinbar - doch genau hier liegt seine besondere Kraft. Er steht für die Grabesruhe von Jesus Christus und markiert die Zeit zwischen Tod und Auferstehung. Ein Tag des Wartens, der Stille - und der Vorbereitung auf das Osterfest.
Der Karsamstag erinnert daran, dass Jesus nach seiner Kreuzigung im Grab lag. Es ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem keine Messe gefeiert wird. Es ist sozusagen ein Zustand zwischen dem Ende und dem Neuanfang. Man kann es auch als Moment zwischen Trauer und Hoffnung beschreiben. Viele Gläubige nutzen den Tag zu einer bewussten Reflexion, bevor die Auferstehung gefeiert wird.
Auch am Karsamstag gibt es einige typische Bräuche. Ostereier werden gefärbt, Osterkörbe vorbereitet und das Haus geschmückt. Typischerweise gibt es an diesem Tag in Österreich eine Osterjause. Besonders wichtig dabei ist der Osterschinken. Auch eine Pinze wird oft serviert und am Abend das Osterfeuer entzündet.
Zuerst wird der Germ in lauwarmer Milch aufgelöst. Anschließend wird die Germ-Mischung mit den anderen Zutaten zu einem glatten Teig verknetet. Besonders wichtig ist die Ruhezeit des Teiges. Diesen sollte man mindestens eine Stunde gehen lassen. Danach wird der Teig zu einer Kugel geformt und noch einmal ruhen gelassen. Nach der Ruhezeit wird er bei 180 Grad ca. 25 Minuten gebacken, bis er goldbraun ist.
Wie der Karfreitag ist auch der Karsamstag ein Tag der bewussten Ruhe. Er ist kein lauter Feiertag. Es ist ein Tag des bewussten Innehaltens und der Abschnitt zwischen Ende und Neubeginn. Ein Tag der zeigt, dass Hoffnung oft leise beginnt.