Die österreichische Justiz verliert eine prägende Persönlichkeit: Der bekannte Medienanwalt Peter Zöchbauer ist am Ostermontag völlig überraschend im Alter von 59 Jahren verstorben..
Zöchbauer galt als einer der führenden Experten im Medienrecht und vertrat in zahlreichen aufsehenerregenden Fällen prominente Mandanten. Dazu zählten unter anderem Bundespolizeidirektor Michael Takács, der Glücksspielkonzern Novomatic, die Mediengruppe Österreich sowie die Signa-Gruppe.
In einem Nachruf seiner Kanzlei wird er als herausragender Jurist gewürdigt. "Peter Zöchbauer war nicht nur ein herausragender Jurist und einer der führenden Medienrechtsexperten Österreichs, sondern vor allem ein Mensch mit Haltung und Herz", heißt es in dem Schreiben.
Sein beruflicher Schwerpunkt lag insbesondere im Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und dem Schutz von Persönlichkeitsrechten. Dieses Thema habe ihn über Jahre hinweg intensiv beschäftigt und geprägt.
Geboren wurde Zöchbauer am 19. November 1966 in St. Pölten. Seit 1996 war er als Rechtsanwalt in Wien tätig, später als Partner einer Kanzlei und ab 2010 mit seiner eigenen Kanzlei.
Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit engagierte er sich auch in der Lehre und Fachpublizistik. So war er Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Medien und Recht" und als Lehrbeauftragter im Bereich Informations- und Medienrecht tätig.