Für rund 300.000 Haushalte in Österreich ist die Stromrechnung seit April spürbar entlastet – zumindest theoretisch.
Denn der staatliche Sozialtarif von sechs Cent pro Kilowattstunde für einen Jahresverbrauch bis 2.900 Kilowattstunden greift nur dann, wenn alle nötigen Daten korrekt übermittelt wurden. Genau daran hapert es jedoch noch bei Tausenden Betroffenen.
Ausgelöst wurde die Umstellung durch Schreiben der ORF-Beitrags Service GmbH (OBS), die im März an anspruchsberechtigte Haushalte verschickt wurden.
Während rund zwei Drittel der Betroffenen automatisch erfasst waren, mussten etwa 100.000 Haushalte zusätzlich ihre sogenannte Zählpunktnummer nachreichen. Doch nur rund 55.000 haben das bislang tatsächlich erledigt, wie "5min" berichtet.
Wer die Frist bis 17. April versäumt hat, kann dennoch vom Sozialtarif profitieren – allerdings erst später.
Nach Angaben der OBS wird der vergünstigte Tarif grundsätzlich erst ab Mai berücksichtigt, sofern die vollständigen Daten nachgereicht und von den Stromlieferanten verarbeitet wurden.
Die zentrale Voraussetzung für die Tarifumstellung ist die sogenannte Zählpunktnummer. Diese ist eindeutig einem Stromanschluss zugeordnet und beginnt mit "AT", gefolgt von 33 Zeichen. Zu finden ist sie etwa auf der Stromrechnung, im Stromvertrag oder im Online-Kundenportal des jeweiligen Energieanbieters.
Die Behörde betont, dass weiterhin eingehende Rückmeldungen laufend bearbeitet werden, um berechtigten Haushalten den Zugang zum Sozialtarif so rasch wie möglich zu ermöglichen.
Wer noch nicht reagiert hat, sollte die fehlenden Daten möglichst schnell nachreichen. Möglich ist das per Post, per E-Mail an [email protected] oder über einen Upload auf der Website der OBS.
Sobald die Angaben erfolgreich verarbeitet wurden, wird der Sozialtarif automatisch bei der nächsten Abrechnung bzw. bei der Jahres- oder Endabrechnung berücksichtigt.