In vielen Haushalten ist in den letzten Tagen Post eingetroffen, die für Verwirrung sorgt. Denn neben den ORF-Schreiben flatterte laut dem Portal "5 Minuten" auch ein Brief zum neuen Strom-Sozialtarif ins Haus.
Ab April zahlen anspruchsberechtigte Haushalte für Strom nämlich deutlich weniger: Bis zu 2.900 Kilowattstunden pro Jahr kosten nur sechs Cent. Anspruch darauf haben einkommensschwache Haushalte mit aufrechter ORF-Befreiung - ausgenommen sind Studierende.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die ORF-Beitrags Service GmbH (OBS). Sie fungiert als Schnittstelle zwischen Bürgern und Strom-Lieferanten und übermittelt die notwendigen Daten, damit Haushalte automatisch auf den günstigeren Tarif umgestellt werden können, berichtet "5 Minuten".
Für viele ist bereits alles erledigt. Rund 190.000 Haushalte haben ihre Zählpunktnummer schon bekanntgegeben. Sie bekommen ein Schreiben mit dem Hinweis "Alles erledigt – Sie müssen nichts weiter tun" und profitieren ab April automatisch vom günstigeren Tarif, heißt es in dem Bericht weiter.
Doch nicht alle sind so weit: Rund 100.000 Haushalte müssen noch aktiv werden. Sie haben ein Formular erhalten, das ausgefüllt an die OBS zurückgeschickt werden muss. Dazu heißt es gegenüber "5 Minuten":
"Personen, die der OBS im Rahmen ihres Befreiungsantrages bisher noch keine Zählpunktnummer (Strom) bekannt gegeben haben, erhielten neben einer Information zum Sozialtarif ein Formular zur Erfassung ihrer Zählpunktnummer. Dieses muss ausgefüllt an die OBS retourniert werden, damit die Begünstigten in den Anspruch auf den Sozialtarif kommen."
Die benötigte Zählpunktnummer findet man auf der Strom-Rechnung, im Vertrag oder online im Kundenportal des Anbieters. Sie beginnt mit "AT" und besteht aus 33 Stellen. Wichtig: Wer den Tarif schon ab April nutzen will, muss die Nummer bis spätestens 31. März 2026 übermitteln.