Fünf Jahre nach ihrer Gründung hat die bank99 erstmals die Gewinnzone erreicht. Wie aus der aktuellen Aussendung hervorgeht, drehte das Ergebnis nach Steuern von minus 5,6 Mio. Euro im Jahr davor auf plus 1,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2025. Ein klarer Meilenstein für die Bank der Österreichischen Post, die seit April 2020 am Markt ist.
Das gelang trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie sinkende Zinsen, hohe Inflation, eine schwache Wirtschaft und harter Wettbewerb im Kredit- und Spargeschäft. Trotzdem blieb die Entwicklung stabil. Die Bilanzsumme stieg um drei Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Die Bank kann sich dabei auf eine breite finanzielle Basis von 3,7 Mrd. Euro stützen.
Auch bei Krediten legte die bank99 zu. Das gesamte Kreditvolumen wuchs um fünf Prozent auf zwei Milliarden Euro. Die Ausleihungsquote – also wie viel Geld tatsächlich als Kredit vergeben wird – stieg von 53,2 auf 55,9 Prozent. Heißt: Mehr Geld der Bank wird aktiv verliehen.
Sowohl Wohnbaukredite als auch Konsumkredite entwickelten sich positiv. Wohnbaufinanzierungen legten um 2,6 Prozent zu, Konsumkredite um 1,8 Prozent – und das, obwohl viele Haushalte wegen steigender Kosten vorsichtiger geworden sind.
Die Bank zählt mittlerweile über 300.000 Kunden und setzt stark auf ihr dichtes Netz mit gut 1.700 Postpartnern und Filialen in ganz Österreich. Gleichzeitig wurden wichtige Projekte umgesetzt, etwa die Umstellung des IT-Systems und der Ausbau der Vertriebswege.
Für heuer hat sich die bank99 einiges vorgenommen: Ab Sommer soll ein neues Angebot für Aktien und Wertpapiere kommen. Außerdem plant die Bank ein eigenes Geschäft für kleine und mittlere Unternehmen sowie mehr Automatisierung, um schneller und effizienter zu arbeiten.