Alarmzeichen im EU-Handel: Die Ausfuhren in die USA sind im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um satte 30,4 Prozent eingebrochen. Damit bleibt Amerika zwar weiter das wichtigste Ziel für EU-Waren, der Rückgang fällt aber heftig aus.
Insgesamt exportierte die EU Waren um 640,5 Milliarden Euro in Länder außerhalb der Union. Das waren um 8,8 Prozent weniger als im ersten Quartal 2025. Die Importe lagen bei 627,8 Milliarden Euro und gingen im Jahresvergleich um 3,3 Prozent zurück.
Die USA blieben mit Waren um 119,4 Milliarden Euro der wichtigste Exportmarkt der EU. Das entspricht 18,6 Prozent aller Ausfuhren. Dahinter folgen das Vereinigte Königreich mit 88,7 Milliarden Euro, die Schweiz mit 57,2 Milliarden Euro, China mit 47,6 Milliarden Euro und die Türkei mit 27,1 Milliarden Euro.
Auch bei anderen wichtigen Handelspartnern gab es Rückgänge: Die Exporte in die Türkei sanken um 8,2 Prozent, jene nach China um 7,9 Prozent.
Bei den Importen bleibt China klar vorne. Die EU kaufte im ersten Quartal 2026 Waren um 145,3 Milliarden Euro aus China. Das entspricht 23,1 Prozent aller Importe aus Nicht-EU-Staaten. Dahinter liegen die USA mit 85,9 Milliarden Euro (-5,7 Prozent) und das Vereinigte Königreich mit 39,5 Milliarden Euro (-3,4 Prozent).