Mehr als drei Jahre nach dem Tod von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz spricht Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern über eine Begegnung, die ihn bis heute prägt.
Als der Kärntner 2014 seine Karriere beendete, suchte er das Gespräch mit seinem langjährigen Förderer. Im Hangar-7 erklärte er Mateschitz persönlich seinen Rücktritt und bekam eine Antwort, die er nicht vergessen hat.
"Thomas, wo ich so alt war wie du, habe ich den schnellsten Weg in die nächste Bar gewusst. Das mit Red Bull ist dann passiert, da war ich 39. Und so alt bist du jetzt gerade noch nicht einmal. Das heißt: Hör nie auf zu träumen. Es kann immer weitergehen. Es kann immer irgendwas passieren", schildert der Ex-Springer im "Mind Games"-Podcast.
Für Morgenstern war dieser Moment "sehr prägend". Vor allem, weil Mateschitz Verständnis zeigte und Perspektive gab, obwohl gerade ein Lebenskapitel zu Ende ging.
Auch abseits dieses Gesprächs habe ihn der Red-Bull-Gründer nachhaltig beeinflusst. "Menschlichkeit. Das offene Ohr für jeden Athleten", beschreibt Morgenstern. Trotz seines riesigen Imperiums sei Mateschitz immer nahbar geblieben. "Er war Mensch."
Für den ehemaligen ÖSV-Star ist klar: "Wenn ich ein Vorbild in der Wirtschaft oder als Mensch haben darf, dann ist er das."
Was ihn besonders ausgezeichnet habe? Morgenstern bringt es auf eine einfache Formel: "Es war egal, wer du bist und was du bist. Mach es mit Freude, mit Stolz, gib alles."