Für Adrian Pertl lief die vergangene Skiweltcup-Saison alles andere als nach Wunsch. Nur einmal schaffte es der Slalom-Spezialist in die Punkteränge – mit Rang 14 in Wengen. Zu wenig, um seinen Platz im ÖSV-Kader zu verteidigen.
Das bestätigt der 29-Jährige selbst gegenüber der "Krone": "Natürlich ist das ein großer Rückschlag. Es ist bitter, aber ich habe die Vorgaben nicht erfüllt."
Um im Kader zu bleiben, hätte Pertl im Slalom-Weltcup unter die Top 30 kommen müssen – ein Ziel, das er klar verpasste. Auch körperliche Probleme spielten eine Rolle: Wegen anhaltender Rückenbeschwerden musste der Kärntner gleich drei Rennen auslassen. Aufgeben ist für Pertl dennoch keine Option. "Für mich fühlt es sich nicht so an, als wäre alles vorbei. Ich will mich gut vorbereiten und noch einmal angreifen", zeigt er sich kämpferisch.
Immerhin darf der Vizeweltmeister von 2021 weiterhin mit der Weltcup-Trainingsgruppe des ÖSV trainieren. Allerdings nicht mehr kostenlos: "Ich muss jetzt einen Selbstbehalt zahlen."
Auch finanziell könnten noch schwierigere Zeiten folgen. Im Sommer läuft sein Vertrag als Heeressportler aus ohne Kaderstatus könnte eine Verlängerung kompliziert werden. "Da ist noch nichts entschieden", so Pertl.