Aus mit 24 Jahren

Nur mit ihrem Freund: Darum trat ÖSV-Star zurück

Paukenschlag im ÖSV. Lisa Eder hat mit nur 24 Jahren ihren sofortigen Rücktritt erklärt. Nun meldete sich die Top-Skispringerin zu Wort.
Sport Heute
18.04.2026, 10:45
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Eder ist in der abgelaufenen Saison zu einer echten Star-Springerin im Weltcup gereift. Die Salzburgerin segelte schon zwölfmal aufs Stockerl, feierte in diesem Kalenderjahr ihre ersten beiden Weltcupsiege. Eder schrammte als Vierte im Normalschanzen-Bewerb bei Olympia in Predazzo haarscharf an den Medaillenrängen vorbei, beendete die Saison schließlich als gute Vierte im Gesamtweltcup. In Abwesenheit der verletzten Eva Pinkelnig und der im Herbst 2025 zurückgetretenen Jacqueline Seifriedsberger und Sara Marita Kramer war Eder Österreichs Nummer eins.

Und fliegt nun aber schon mit 24 Jahren in die Sportlerinnen-Pension – eine Verkündung, die ein echter Paukenschlag war. Dass es Unstimmigkeiten zwischen dem ÖSV und Eder gegeben hatte, zeigte allein die Bekanntgabe des Rücktritts durch den heimischen Skiverband mittels Presseaussendung. In dieser war zu lesen, dass der Verband Eders Abschied "respektvoll zur Kenntnis" nehme. Eine Stellungnahme der Springerin oder der Verbandsspitze – wie sonst üblich – suchte man vergebens.

Jetzt spricht Lisa Eder

Erst einige Stunden später meldete sich Eder dann zu Wort. "Mir machen es die Umstände rund ums Skispringen schon länger schwerer, sodass ich nicht mehr den Spaß am Sport habe. Das Wichtigste ist, dass man Spaß haben sollte. Das Skispringen an sich würde mir noch Spaß machen, mit dem Drumherum bin ich nicht so happy", erklärte Eder im "ORF".

Schnell wurde auch klar, was Eder mit dem "Drumherum" meint. Die 24-Jährige wollte ihren Partner Manuel Fettner, selbst gerade erst mit 40 Jahren in der Skisprung-Pension gelandet, als zusätzlichen Betreuer an ihrer Seite. Der ÖSV legte sich quer, wollte keine "Privattrainer" haben. "Ich war mir nach der Saison schon ziemlich sicher, wo die Richtung hingeht. Ich habe es dann noch probiert mit einer Idee, wo ich mir vorstellen hätte können, weiterzumachen. Das funktioniert nicht, so ist der Schlussstrich gekommen", führte Eder aus.

Ins Detail wollte die Top-Athletin aber nicht gehen. "Der ÖSV hatte seine Gründe, die sind auch verständlich. Für mich funktioniert es anders nicht. Und so sind wir auf keinen grünen Zweig gekommen. So beginnt ein neuer Lebensabschnitt", meinte Eder. Die Möglichkeit eines zunächst kolportierten Nationenwechsels sei für die Salzburgerin jedenfalls keine Alternative, die Skisprung-Karriere ist beendet.

"Die Lisa hat den Wunsch geäußert, dass ihr Verlobter Manuel Fettner im Team integriert wird", bestätigte auch Skisprung-Direktor Florian Liegl, betonte dann aber: "Dem können wir aus inhaltlichen, aus Compliance- und aus budgetären Gründen nicht Folge leisten, dem können wir nicht Folge leisten", so der ÖSV-Mann.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.04.2026, 10:56, 18.04.2026, 10:45
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