Der Wecker klingelt, doch statt erholt in den Tag zu starten, beginnt er mit einem Schockmoment: Die Hand ist taub, der Arm fühlt sich an wie aus Stein, die Finger kribbeln, als würden Ameisen darunter entlanglaufen. Erst nach Minuten kehrt das Gefühl langsam zurück. Was viele für eine harmlose Schlafpanne halten, kann tatsächlich an einer bestimmten Position liegen.
Unter dieser versteht man eine Schlafhaltung, bei der die Arme stark angewinkelt und nah vor der Brust oder unter dem Kissen liegen – ähnlich den kurzen Ärmchen eines Dinosauriers. Viele nehmen diese Haltung unbewusst ein, vor allem in der Seitenlage. Zwar vermittelt sie Geborgenheit, doch genau hier liegt auch das Problem: Wer stundenlang mit abgeknickten Armen schläft, übt Druck auf Nerven und Blutgefäße aus. Die Folge können Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Schmerzen in Armen und Händen sein.
Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, ist für deinen Körper unter Umständen eine Belastungsprobe: Experten warnen, dass durch das anhaltende Einknicken der Arme Nerven, besonders der sogenannte Ulnarnerv, über längere Zeit zusammengedrückt werden können. Das kann nicht nur ein unangenehmes "Einschlafen" der Finger auslösen, sondern auf Dauer auch zu Nervenreizungen oder dauerhaften Beschwerden führen.
Auch das Schlafen in dieser Position kann die natürliche Ausrichtung von Schulter, Nacken und Wirbelsäule stören und so die Erholung nachts erheblich beeinträchtigen: Wer regelmäßig mit tauben Armen aufwacht, sollte seine Schlafposition kritisch hinterfragen.
Die gute Nachricht: Du musst nicht zwangsläufig deine Lieblingsposition komplett aufgeben.
Gerade Seiten- oder Rückenlage mit entspannten Armen gilt als deutlich schonender für Nerven und Gelenke, ohne dass du dein Komfortgefühl vollständig aufgeben musst.