Im vergangenen November wurde bekannt, dass Konstantin Wecker (78) vor rund 15 Jahren ein Verhältnis mit einer Jugendlichen hatte. Der "Süddeutschen Zeitung" erzählte die Betroffene, sie habe den Musiker 2011 als 15-Jährige nach einem seiner Konzerte kennengelernt. Mit 16 habe eine sexuelle Beziehung begonnen.
Der Liedermacher bat daraufhin um Entschuldigung und ließ über seinen Anwalt erklären, dass es sich in seiner Erinnerung um eine "einvernehmliche Beziehung zu der jungen Frau" gehandelt habe, die aber "unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten" dargestellt habe – "Heute" berichtete.
Wenig später wurden seine Konzerte am 2. Dezember in Graz und am 6. Dezember im Wiener Konzerthaus abgesagt – aus gesundheitlichen Gründen. Wecker leidet aufgrund seines jahrelangen Alkoholmissbrauchs an Nervenschäden in seiner linken Hand, wie er im August 2025 bekanntgab. Dadurch sei er nicht mehr in der Lage Klavier zu spielen.
Im Dezember wurde noch verlautbart, dass sich Künstler und Veranstalter nach Kräften bemühen würden, "einen geeigneten Ersatztermin zu finden". Dieser sollte eigentlich heuer über die Bühne gehen. Nach einigem Hin und Her steht nun fest: "Es wird heuer keinen Ersatztermin geben. Aus gesundheitlichen Gründen kann die geplante Abschiedstournee nicht stattfinden. Diese Information haben wir von Weckers Management erhalten", heißt es auf "Heute"-Anfrage vom Veranstalter.
Ob Wecker überhaupt je wieder auftritt, steht derzeit noch in den Sternen. Karten für die abgesagten Konzerte in Graz und Wien können nur dort zurückgegeben werden, wo sie erworben wurden – bei Ö-Ticket und beim Konzerthaus. "Alle Ticketkäufer werden zudem von den Verkaufsstellen verständigt", so der Veranstalter.