Betreiber bestätigt Aus

Brunch-Hotspot in Wien verkommt zum Geisterlokal

Wo früher Brunch-Gäste Schlange standen, herrschen heute Müll und gähnende Leere. Das einst angesagte Lokal "Sneak In" verfällt zusehends.
Wien Heute
05.02.2026, 13:09
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Wo einst Avocado-Toast und French Toast über den Tresen gingen, herrscht heute Tristesse. Das frühere Szene-Lokal "Sneak In" in der Siebensterngasse 12 (Wien-Neubau) ist kaum wiederzuerkennen: verdreckter Boden, Zigarettenstummel, beschmierte Scheiben – dahinter nichts als Leere. Der einst gefeierte Brunch-Hotspot ist seit April des Vorjahres dicht und wirkt mittlerweile wie ein vergessenes Geisterlokal.

Große Ankündigungen, dann Funkstille

Zum Zeitpunkt der Schließung meldete sich das Lokal noch selbst zu Wort – auf Social Media war von "Raum für Veränderung" und davon die Rede, man wolle die Räume "etwas pflegen".

In der Gasse wundert man sich. Ein Unternehmer aus der Nachbarschaft sagt gegenüber dem "Kurier": "Von einem Tag auf den anderen war es plötzlich geschlossen. Schade, dass es jetzt so vor sich rumgammelt." Besonders seltsam: Zwar liegt Baumaterial herum, doch Bauarbeiter hat dort offenbar noch niemand gesehen.

Gerüchteküche brodelt

Lange wurde spekuliert, ob das "Sneak In" vielleicht neu vermietet wird oder still und leise auszieht. Nun ist klar: Das Kapitel ist beendet. Betreiber Alireza Jokar bestätigt der Zeitung "Kurier": "Das Sneak in wird es in diesem Konzept an diesem Standort nicht mehr geben."

Warum genau der Brunch-Traum platzte, bleibt vorerst offen. Jokar hält sich bedeckt: "Derzeit werde ich in dieser Sache rechtlich vertreten." Erst nach Abschluss des Verfahrens wolle er Details öffentlich machen.

Wer räumt jetzt endlich auf?

Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) stellt klar: "Der Eingangsbereich vor dem Lokal befindet sich auf Privatgrund, weshalb die Verantwortung für Reinigung und Instandhaltung bei der Hausverwaltung beziehungsweise dem Eigentümer liegt. Beide wurden von uns kontaktiert, um auf die Situation hinzuweisen."

Laut Reiter habe sich bereits etwas getan, man bleibe aber dran. Ziel sei eine dauerhafte Lösung – notfalls auch mit weiteren Schritten seitens des Bezirks, sofern rechtlich möglich.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.02.2026, 13:10, 05.02.2026, 13:09
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