Hightech auf vier Beinen

Neue Roboterhunde kontrollieren nun Wiens Kraftwerke

Fünf "Energy Dogs" unterstützen Wien Energie im Kraftwerksbetrieb. Die Roboterhunde und melden Auffälligkeiten in Echtzeit – nun gibt es neues Team!
Thomas Peterthalner
05.02.2026, 12:48
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Sie laufen selbstständig durch ein Kraftwerk, steigen Stiegen hinauf, weichen Menschen aus und melden sofort Probleme. Wien Energie setzt nun fünf sogenannte "Energy Dogs" im Kraftwerksbetrieb an mehreren Standorten ein. Die vierbeinigen Roboterhunde führen autonome Inspektionsrundgänge durch, erfassen Messdaten und melden Auffälligkeiten in Echtzeit an das Betriebspersonal.

Hightech auf vier Beinen

Der Energy Dog ist ein hochmobiler Industrieroboter. Er ist knapp einen Meter groß, wiegt 43 Kilogramm und bewegt sich auf vier Beinen fort. Mit bis zu 1,5 Metern pro Sekunde ist er unterwegs. Dank modernster Sensorik und Spezialkameras kommt er auch mit Gitterböden und Stiegen gut zurecht. Selbst wenn er einmal stolpert, steht er eigenständig wieder auf. Das passiert aber nur selten.

Mitarbeiter als Trainer für Roboterhunde

Acht Mitarbeiter trainieren die "Energy Dogs" in allen vier Schichten. Die Trainer definieren die Routen und füttern die Roboter mit Wissen. So wird jahrelange Erfahrung direkt an die digitalen Assistenzsysteme weitergegeben. Dieses Know-how wird damit langfristig gesichert. Gerade mit Blick auf den bevorstehenden Generationenwechsel im Anlagenbetrieb ist das ein entscheidender Vorteil.

Strom für 800.000 Haushalte

Damit Kraftwerke zuverlässig und sicher laufen, müssen bei Rundgängen alle Anlagen genau kontrolliert werden. Dazu zählen unter anderem Füllstände, Kesseldruck und Temperaturen. Das Kraftwerk Simmering produziert Strom für 800.000 Haushalte und Fernwärme für 300.000 Haushalte. Früher wurden diese Aufgaben ausschließlich von Mitarbeitern erledigt.

"Energy Dog" auf Rundgang in Kraftwerk von Wien Energie
Wien Energie

Für ihre Einsätze sind die Roboter umfassend ausgestattet: mit einer Thermalkamera zur Temperaturerkennung, einem Akustiksensor für Geräuschanomalien, einem Multigasmesser für Ammoniak sowie reduzierende und oxidierende Gase. Sie haben insgesamt 17 integrierte Kameras mit 360-Grad-Rundumsicht.

Mit Roboter in Gefahrenzone

Die Vorteile sind klar: Störungen werden früh erkannt, Routinetätigkeiten automatisiert übernommen und die Arbeitssicherheit erhöht. In heiklen Situationen können die "Energy Dogs" betroffene Bereiche zuerst inspizieren, sodass sich Mitarbeiter nicht in Gefahrenzonen begeben müssen. Gleichzeitig wird wertvolles Know-how aus dem Anlagenbetrieb digital gesichert.

Der Roboterhund hat mit Hilfe Künstlicher Intelligenz gelernt, was ihm Menschen beigebracht haben. Er kennt seine Route genau und erkennt Unregelmäßigkeiten. Auf Situationen, die ihm nicht angelernt wurden, kann er allerdings nicht selbst reagieren.

Vier neue Roboter-Teams

Vier neue Energy Dogs werden aktuell vom Wien Energie Drohnen- und Robotikteam trainiert. Ab 2027 sollen sie in den Kraftwerken Simmering und Donaustadt sowie in der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig zum Einsatz kommen.  Die Roboter wurden vom US-Technologieunternehmen Boston Dynamics entwickelt. Für die Implementierung arbeitet Wien Energie mit dem Start-up "Smart Inspection" zusammen.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 05.02.2026, 12:48
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