Wer nach Großbritannien reisen will, muss seit April 2025 eine elektronische Reisegenehmigung beantragen – und dafür mittlerweile deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Kosten für die sogenannte "Electronic Travel Authorisation" (ETA) wurden seit der Einführung verdoppelt. Gleichzeitig zieht die britische Regierung die Kontrollen an.
Seit dem 2. April 2025 benötigen Reisende aus der Schweiz und der EU für die Einreise nach Großbritannien eine ETA. Ursprünglich sollte das Dokument 10 Pfund kosten – umgerechnet rund 11 Euro. Kurz vor der Einführung erhöhte die Regierung die Gebühr jedoch um 60 Prozent auf 16 Pfund, also etwa 18 Euro. Das sorgte bereits damals für großen Ärger in der Tourismusbranche.
Im Januar 2026 wurden dann weitere Preiserhöhungen angekündigt. Diese sind inzwischen in Kraft: Seit dem 8. April 2026 kostet die ETA 20 Pfund – umgerechnet rund 23 Euro.
Neben den höheren Gebühren verschärft Großbritannien auch die Kontrollen rund um die Einreisegenehmigung. Laut der britischen Regierung wird seit Februar 2026 verstärkt überprüft, ob Reisende tatsächlich über eine gültige ETA verfügen. Auch Fluggesellschaften sollen bereits vor dem Abflug genauer kontrollieren, ob Passagiere die Genehmigung ausgefüllt haben.
"Während der Einführungsphase des ETA-Programms wurde es nicht strikt durchgesetzt, um Besucherinnen und Besuchern ausreichend Zeit zur Anpassung an die neue Regelung zu geben", heißt es auf der Website der britischen Regierung.
Seit Februar gilt jedoch ein deutlich strengerer Kurs: "No permission, no travel!" – auf Deutsch: keine Genehmigung, keine Reise.