Aktuell blüht es überall wunderschön, was viele Fotomotive bietet. Doch unter Umständen kann das teuer werden. Wer in Österreich und Deutschland unterwegs ist und ein leuchtend gelbes Rapsfeld (oder jedes andere Feld beziehungsweise Ackerflächen) sieht, sollte besser am Feldrand bleiben.
Gesetzlich ist es zwar geregelt, dass das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen allen gestattet ist. Doch landwirtschaftliche Flächen nehmen eine Sonderrolle ein.
Wie "Chip" berichtet, drohen je nach Verstoß empfindliche Bußgelder bis zu 15.000 Euro – je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Das Betretungsverbot für landwirtschaftliche Flächen gilt vielerorts zwischen Aussaat und Ernte, also grob von März bis Oktober.
"Wer land- und forstwirtschaftliche Flächen widerrechtlich benützt, trägt selbst das Risiko und muss mit Verwaltungsstrafen und zivilrechtlichen Folgen, wie einer Besitzstörungs- und/oder Unterlassungsklage rechnen. Bei Sach- und Vermögensschäden kann überdies der Verursacher zum Schadenersatz herangezogen werden", warnt die Landwirtschaftskammer Steiermark.
Auch Deutschland ist nicht weniger streng. Besonders harte Strafen drohen Radfahrern und Reitern in Baden-Württemberg. Wer hier abseits der ausgewiesenen Wege unterwegs ist, kann für die Ordnungswidrigkeit bis zu 15.000 Euro Bußgeld aufgebrummt bekommen. Außerdem können Landwirte Schadensersatz fordern.
Ob die Flächen eingezäunt sind, ist dabei unerheblich. Das Betretungsrecht gilt übrigens auch für Hunde, die sich auf den geschützten Flächen nicht frei bewegen dürfen.
Wichtig zu wissen: Auch wenn du landwirtschaftliche Flächen betreten darfst, handelst du auf eigene Gefahr. Solltest du dich verletzen, haftet der Landwirt dafür nicht. Riskiere also nicht wegen einer Zeitersparnis oder für ein schönes Foto diesen Ärger.