Achtung, Urlauber

Bis zu 4.000 Euro! Griechenland verschärft Strafen

Handy, Alkohol, Parken: Um das Unfallrisiko zu vermindern, greift Griechenland bei Verkehrsdelikten jetzt härter durch.
Heute Life
20.05.2026, 19:12
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Wer heuer mit dem Auto oder Mietwagen nach Griechenland reist, sollte besonders aufmerksam unterwegs sein. Das beliebte Urlaubsland verschärft seine Verkehrsregeln massiv – und Verstöße können für Touristinnen und Touristen schnell richtig teuer werden. Hohe Strafen, Fahrverbote und sogar stillgelegte Mietwagen drohen.

Urlaubstraum mit Risiko

Ob Inselhopping oder Roadtrip am Festland: Griechenland zählt weiterhin zu den beliebtesten Sommerzielen Europas. Gleichzeitig bleibt das Unfallrisiko hoch. Im EU-Vergleich liegt das Land bei Verkehrstoten noch immer deutlich über dem Durchschnitt.

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Besonders heikel: Auf griechischen Straßen sind laut Schätzungen Hunderttausende Fahrzeuge ohne Versicherung unterwegs. Kommt es zu einem Unfall, kann das auch für unschuldige Urlauber teuer werden. Automobilclubs empfehlen daher eine zusätzliche Absicherung für Reisen mit dem eigenen Auto.

1
Handy am Steuer? 350 Euro weg
Wer während der Fahrt zum Smartphone greift, muss tief in die Tasche greifen. Für Handy-Nutzung am Steuer drohen 350 Euro Strafe und 30 Tage Fahrverbot. Brisant für Reisende: Viele Mietwagen in Griechenland verfügen nicht über eine Freisprecheinrichtung. Schon ein kurzer Blick aufs Handy kann damit teuer enden.
2
Alkohol: 4.000 Euro Strafe
Auch bei Alkohol versteht Griechenland keinen Spaß mehr. Die Promillegrenze liegt bei 0,5, Verstöße werden hart geahndet. Je nach Schwere drohen 350 bis 4.000 Euro Strafe – im Extremfall sogar Fahrverbote von bis zu zehn Jahren. Die Polizei kann ausländische Führerscheine zwar nicht dauerhaft entziehen, sie aber vorübergehend einziehen.
3
Helm vergessen? Bittere Rechnung
Wer auf Inseln mit Roller, Quad oder Moped unterwegs ist, muss unbedingt einen Helm tragen. Wer ohne Schutz erwischt wird, zahlt 350 Euro Strafe. Gerade auf Ferieninseln, wo Zweiräder besonders beliebt sind, geraten Touristinnen und Touristen immer wieder ins Visier der Kontrollen.
4
Park-Sünde kann Mietwagen lahmlegen
Besonders unangenehm wird es bei Parkverstößen. Wer auf Behindertenparkplätzen oder gesperrten Bereichen abstellt, riskiert mehr als nur einen Strafzettel. Die Behörden können Kennzeichen abnehmen und Fahrzeuge stilllegen – teils für mehrere Wochen. Bitter für Urlauber: Die Mietkosten laufen währenddessen oft weiter.
5
Rauchverbot im Auto – bis zu 1.500 Euro Strafe
Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte auch zur Zigarette nicht greifen. In Griechenland gilt – wie in Österreich – ein Rauchverbot im Auto, wenn Kinder unter zwölf Jahren mitfahren. Das betrifft auch E-Zigaretten. Verstöße können bis zu 1.500 Euro kosten.

Gute Nachricht für Camper

Immerhin gibt es auch Erleichterungen: Nachdem Griechenland Wohnmobile zuletzt massiv eingeschränkt hatte, wurden die Regeln wieder etwas gelockert.

Wohnmobile dürfen beim Parken grundsätzlich wieder wie normale Fahrzeuge behandelt werden. Vorsicht bleibt dennoch geboten: Camping-Verhalten wie das Aufstellen von Sesseln, Tischen oder Markisen ist vielerorts weiterhin verboten.

Bußgeld einfach ignorieren? Schlechte Idee

Offene Strafen aus Griechenland verschwinden nicht einfach. Bußgelder können auch im Ausland eingetrieben werden. Zudem arbeitet die EU daran, schwere Verkehrsverstöße und Fahrverbote künftig europaweit anzuerkennen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.05.2026, 19:12
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