Mit über drei Millionen Besuchern pro Jahr zählt Ibiza zu den beliebtesten Urlaubszielen Europas. Allein in der Sommersaison werden rund 18 Millionen Nächtigungen verzeichnet. Und das bei nur 160.000 Einwohnern. Das spürt man vor allem auf den Straßen.
Schon im Vorjahr hat die zu Spanien zählende Balearen-Insel reagiert und den Verkehr erstmals begrenzt. Ab Juni 2025 durften maximal 20.000 Touristen-Autos unterwegs sein – inklusive rund 4.000 Fahrzeuge, die täglich per Fähre anreisen.
Ab kommendem Juni wird weiter nachgeschärft: Nur noch 17.668 Touristen-Autos pro Tag sind erlaubt. Konkret heißt das: Die Zahl der Mietwagen wird auf 14.000 Fahrzeuge reduziert, dazu kommen 3.668 Autos, die per Fähre auf die Insel gelangen. Im Vergleich zum Vorjahr fallen damit 2.332 Fahrzeuge weg.
Der Hintergrund: Die Insel will Staus und Umweltbelastung reduzieren. Für Urlauber wird das zum Problem. Ohne Auto sind viele Strände und Orte außerhalb von Ibiza-Stadt nur schwer erreichbar.
Die Folgen sind bereits absehbar. Weniger Autos bedeuten weniger Auswahl und steigende Preise. Besonders knapp werden große Autos wie SUVs oder Minivans – sie sind oft als Erstes weg.
Die Branche warnt: Wer seinen Mietwagen nicht früh reserviert, könnte im Sommer leer ausgehen. Kurzfristige Buchungen werden zur Zitterpartie – vor allem zwischen Juni und Ende September. In diesem Zeitraum, also in der Hauptsaison, gilt die Begrenzung.
Immerhin gibt es Alternativen: Taxis kosten vom Flughafen nach Ibiza-Stadt rund 19 bis 22 Euro, Busse fahren um 2 bis 4 Euro über die Insel.