In Dänemark sind am Dienstag rund 4,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die sozialdemokratische Regierungschefin Mette Frederiksen kämpft dabei um ihre Wiederwahl.
Die 48-Jährige will ihre dritte Amtszeit antreten und könnte damit zur längstdienenden Regierungschefin in der Nachkriegsgeschichte des Königreichs werden. Ihr Hauptkonkurrent ist der rechtsliberale Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen.
Laut n-tv.de findet die Wahl zwar mitten im Konflikt mit den USA um Grönland statt. Der Wahlkampf war aber von innenpolitischen Themen dominiert. Statt über die Zukunft der Arktisinsel wurde über Lebensmittelpreise, Benzinpreise und Landwirtschaft gestritten.
Sauberes Trinkwasser und Schweinezucht standen weitaus stärker im Fokus als sicherheitspolitische Themen. Rechtspopulisten versuchten, mit Rufen nach einer noch härteren Ausländerpolitik zu punkten.
Die Sozialdemokraten gehen erneut als Favoriten in die Wahl. In den jüngsten Umfragen werden jedoch Verluste von sechs Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2022 vorausgesagt.
Insgesamt zwölf Parteien bewerben sich um die Sitze im Kopenhagener Parlament. Das Endergebnis könnte im Laufe der Wahlnacht feststehen. Experten rechnen mit einem knappen Ausgang.