"Kastriertes" Wahrzeichen

Mailänder Urlauber-Magnet sorgt für Entsetzen

Frisch restauriert – und schon der große Aufreger! In Mailand sorgt das berühmte Stiermosaik in der Galleria Vittorio Emanuele II für Hohn und Spott.
Heute Life
02.06.2026, 16:45
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Mailand liebt seine Wahrzeichen – doch diesmal ging der Schuss offenbar nach hinten los. Das berühmte Stier-Mosaik in der prunkvollen Galleria Vittorio Emanuele II wurde restauriert. Statt Applaus gibt es jetzt allerdings eine regelrechte Spott-Welle im Netz.

Ausgerechnet die wohl berühmteste Stelle des Mosaiks sorgt für Empörung: die Stier-Hoden.

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"Jetzt ist es ein Ochse"

Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Social-Media-Post des Mailänder Stadtrats Marco Granelli. Stolz präsentierte er das frisch restaurierte Kunstwerk und gratulierte dem Handwerker öffentlich zur Arbeit.

Doch die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Unter dem Beitrag häuften sich Kommentare wie: "Schrecklich", "Das ist nicht ihr Ernst", "Ich hoffe, das ist Fake" oder schlicht "enttäuschend".

Der Grund für den Ärger: Auf den neuen Bildern wirken die Hoden des berühmten Stiers plötzlich verschwunden. Ein User spottete: "Jetzt ist es ein Ochse." Ein anderer schrieb trocken: "Kastriert."

Millionen Touristen treten genau dort hin

Dabei geht es um weit mehr als ein kurioses Detail. Der Stier in der Mailänder Galleria ist Teil einer jahrhundertealten Tradition: Besucher stellen die rechte Ferse auf die Hoden des Tieres und drehen sich dreimal im Kreis – das soll Glück bringen. Selbst Hollywood-Star George Clooney soll das Ritual bereits ausprobiert haben.

Der Brauch reicht bis ins Jahr 1877 zurück und zählt heute zu den bekanntesten Touristenattraktionen Mailands.

Ein Irrtum?

Die Mailänder Stadtverwaltung weist die Kritik allerdings entschieden zurück. Laut der Zeitung "Corriere della Sera" seien die Genitalien des Stiers keineswegs verschwunden – sie seien lediglich in der ursprünglichen Farbe des historischen Mosaiks restauriert worden. Bei einer früheren Renovierung im Jahr 2017 seien irrtümlich dunklere Fliesen verwendet worden. Dieser Fehler sei nun korrigiert worden.

Zudem habe die beliebte Glücks-Tradition sichtbare Schäden verursacht: Millionen Fersen hätten die Stelle innerhalb weniger Jahre um ganze 2,5 Zentimeter eingedrückt. Die Fliesen seien regelrecht pulverisiert worden – am Ende sei nur noch ein Loch geblieben. Für rund 5.000 Euro wurde das Mosaik deshalb von einem erfahrenen Steinrestaurator überarbeitet.

Nicht nur die Hoden sorgen für Ärger

Doch die Kritik geht weiter. Viele Nutzer bemängeln auch die Farbgebung des restaurierten Stiers. In Kommentaren ist von "falschen Farben" und einem zu grellen Blau die Rede. Ein User fasste den Ärger zusammen: "Keine Schattierung, falsches Blau – und dann noch die fehlenden Hoden."

Ob Kunstfehler oder nur ein optisches Missverständnis – Mailand hat plötzlich ein Problem, mit dem wohl niemand gerechnet hat: Der restaurierter Stier sorgt weltweit für Gelächter.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.06.2026, 16:45
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