Gerstensaft, regionale Köstlichkeiten und eine wunderhübsche Begleitung zog ein bekannter Gefängnis-Insasse am Donnerstagabend den dicken Häfenmauern samt karger Abendkost vor und machte einen Abstecher aufs Kremser Volksfest, welches am Donnerstag eröffnet worden war.
"Wie kann das sein, dass ein eigentlich zu 42 Monaten Haft verurteilter Betrüger am Volksfest herumturtelt?", fragt der Jurist und stellte einen Schnappschuss zur Verfügung.
Auf Nachfrage beim Justizministerium wollte oder konnte man den Fall nur wie folgt kommentieren: "Wir bitten um Verständnis, dass wir zu persönlichen Umständen von Insassen und Insassinnen aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben können. Konkrete Auskünfte zu Einzelfällen erteilen wir nicht, so bitten um auch hier um Verständnis, dass wir auch diesem Fall keine weiteren Auskünfte erteilen können."
"Heute"-Recherchen ergaben, dass der Insasse sich einst gerne mit vielen bekannten Gesichtern zeigte und einige seiner Promi-Freunde und -Freundinnen sogar abgezockt haben soll. Der Häftling war einst vermögend und genoss das "Dolce Vita" in vollen Zügen, soll dann aber der Spielsucht verfallen sein, bis das jähe Ende auf der Anklagebank folgte. Ein Insider klärte schließlich auf: "Der ist schon länger bei uns. Mittlerweile ist er in einer Außenstelle der berüchtigten Strafanstalt, da darf er offenbar tun, was er will."
Das beliebte Wachauer Volksfest öffnete gestern seine Tore und findet bis 3. September statt. Zuletzt hatte der nächtliche Streifzug des im September angeklagten Florian Teichmeister für Wirbel gesorgt. Denn der gefallene Schauspiel-Star (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) hatte den ersten Prozesstermin krankheitsbedingt abgesagt – alles dazu hier.