Wien

"Aufrufe zu Gewalt und Mord" bei Wiener Corona-Demo

Corona-Demo in Wien mit viel Zündstoff: Am Samstag werden Tausende Teilnehmer in Wien erwartet: Darunter: Rechtsextreme mit Mord- und Gewaltfantasien.

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    Die Polizei rechnet am Samstag in Wien mit einem Aufmarsch von Rechtsextremen.
    Die Polizei rechnet am Samstag in Wien mit einem Aufmarsch von Rechtsextremen.
    REUTERS

    In Wien wollen am Samstag Tausende Gegner und Gegnerinnen der Corona-Impfungen und des ab Montag geltenden landesweiten Lockdowns auf die Straße gehen. Es sind mehrere Demonstrationszüge geplant, zur größten Protestveranstaltung hat die rechtspopulistische FPÖ aufgerufen.

    Insgesamt werden nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA mindestens zehntausend Teilnehmende erwartet. Das Innenministerium ging im Vorfeld davon aus, dass sich auch Rechtsextreme unter die Demonstrierenden mischen werden.

    "Es sind Drohungen bis hin zu schwerer Gewalt und Mord"

    Es gab laut Presseservice Wien, einem Netzwerk freier Foto- und Videojournalistinnen und -journalisten, auch bereits Gewaltaufrufe. "Es sind Drohungen bis hin zu schwerer Gewalt und Mord", heißt es auf Twitter.

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    Ebenfalls zur Demo aufgerufen haben laut auch rechtsextreme Gruppierungen und Verschwörungstheoretiker – auch aus Deutschland. Darunter etwa der Sänger Xavier Naidoo, die neonazistische Kleinpartei Der dritte Weg und die rechtsextremen Aktivisten der Identitären. Rechtsextreme Unterstützung reise ebenso aus Frankreich, Italien und der Ukraine an.

    "Am Samstag kommt es wohl zur größten rechtsextremen Mobilisierung in Wien seit vielen Jahren"

    Bini Guttmann, Präsident der Europäischen Vereinigung jüdischer Studierender, mutmaßt: "Am Samstag kommt es wohl zur größten rechtsextremen Mobilisierung in Wien seit vielen Jahren."

    Mit einem hohen Grad der Mobilisierung rechnet auch die Polizei, die mit 1.300 Beamten und Beamtinnen im Einsatz stehen will. Die Exekutive geht von einem heterogenen Teilnehmerfeld aus, weist aber explizit darauf hin, dass mit der Teilnahme von Rechtsextremen und Personen aus der Fußball-Hooliganszene gerechnet wird.