Politik

Aufschrei wegen "Ohrenzieher"-Artikel in der Presse

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:15

Erst vor wenigen Tagen starb Leonie (2) nach einer "Strafdusche". Jetzt löst ein "Presse"-Artikel Empörung aus. Der Autor verteidigt Körperstrafen "in homöopathischen Dosen".

Jetzt löst ein "Presse"-Artikel Empörung aus. Der Autor verteidigt Körperstrafen "in homöopathischen Dosen".

Im Artikel "Wer Strafe nicht vollzieht, wird unglaubwürdig" berichtet der Autor über Erziehungsmaßnahmen für seinen dreieinhalbjährigen Sohn. Nicht immer seien diese gewaltfrei: "Natürlich muss ein Kind gemaßregelt und bisweilen bestraft werden", ist er überzeugt. Denn: "Mit guten Worten und etwas Gewalt erreicht man stets mehr als nur mit guten Worten."

Dazu zählen für ihn "Übers-Knie-Legen" und "Ohrenzieher als strengste Sanktion". Allerdings dürften Körperstrafen nur "in so seltenen wie homöopathischen Dosen sein". Auch eine weitere Passage sorgt für Entrüstung: "Ich habe manch gewaltfrei erzogenes Kind erlebt, sie neigen zu Rücksichtslosigkeit und verbreiten oft negative Schwingungen."

Nach einer Welle der Empörung in den sozialen Netzwerken distanzierte sich die "Presse"-Chefredaktion vom Inhalt des Artikels – der anlässlich eines Erziehungsschwerpunkts (!) erschien. Dieser entspreche "weder der Blattlinie noch zeitgemäßer Pädagogik".

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