Showdown in der zweithöchsten Fußballklasse in Österreich. Austria Lustenau und St. Pölten kämpfen im Saisonfinale um den Sprung in die Bundesliga. Dabei haben die Vorarlberger die besseren Karten auf ihrer Seite.
Lustenau trifft zu Hause auf Amstetten, während St. Pölten vor den eigenen Fans Hertha Wels empfängt. Beide Spiele werden am Donnerstag um 17 Uhr angepfiffen. Die grüne Austria aus Lustenau hat es dabei selbst in der Hand, nimmt als Tabellenführer einen Punkt Vorsprung mit ins Saisonfinale. Ein Sieg reicht für die Elf von Markus Mader also zur Bundesliga-Rückkehr, die "Wölfe" aus Niederösterreich müssen derweil selbst gewinnen und auf einen Patzer des "Ländle"-Klubs hoffen. Auch das direkte Duell, das noch entscheiden könnte, endete zugunsten der Vorarlberger (3:0, 0:1).
Vor dem Herzschlagfinale in der 2. Liga rückt aber die Stripfing-Pleite wieder in den Vordergrund. Denn eigentlich hat St. Pölten einen Punkt mehr eingefahren als Lustenau. Denn die Niederösterreicher schlugen Pleite-Klub Stripfing im Herbst mit 3:1, während die Lustenauer bloß auf ein 3:3 kamen. Stripfing stellte dann den Spielbetrieb ein, sämtliche Spiele wurden aus der Wertung genommen. Lustenau verlor nur einen Punkt, während St. Pölten drei Zähler abgezogen wurden.
"Eigentlich wäre ja der SKN vorne. Entscheiden diese aberkannten Punkte, wäre das einer der größten Skandale überhaupt", meinte auch der Wolfsberg-Retter und Ex-Admira-Coach Thomas Silberberger in der "Krone". Doch genau so könnte es kommen. Gegen 19 Uhr herrscht Klarheit.
St.-Pölten-Trainer Cem Sekerlioglu verlangte derweil vollen Fokus auf das letzte Spiel. Klar ist, dass ohnehin nur ein Sieg helfen wird. "Wir denken nur an uns, wir schauen nur auf uns. Erst nach dem Schlusspfiff ist das Ergebnis in Lustenau für uns Thema", so der SKN-Trainer. "Wir sind positiv angespannt, es wird spektakulär", meinte Lustenau-Trainer Mader.