Rollstuhlfahrer kam nicht aus U-Bahn-Station

Der Leser konnte mit seinem Rollstuhl nicht zu den Zügen gelangen.
Der Leser konnte mit seinem Rollstuhl nicht zu den Zügen gelangen.Leserreporter
Am Freitag wollte Norbert H. nach St. Pölten fahren. Allerdings stellte sich der Weg für den Rollstuhlfahrer beschwerlicher heraus, als gedacht.

Körperlich behinderte Menschen haben es, wenn es um Barrierefreiheit geht, nicht so einfach. "Heute"-Leserreporter Norbert H. kam allerdings in eine, für ihn, sehr unangenehme Situation. "Am Freitag in der Früh bin ich mit der U1 zum Wiener Hauptbahnhof gefahren", erzählt der Leser. "Dort wollte ich in den Zug nach St. Pölten steigen, als ich feststellen musste, dass beide Aufzüge gesperrt waren."

Norbert H. ist auf einen Rollstuhl angewiesen und hätte auf keine andere Weise zu den Zügen der ÖBB gelangen können. "Es gibt für Rollstuhlfahrer also keine Möglichkeit, von der U1 rauf zu kommen. Das Aufsichtsorgan meinte sogar, dass die Aufzüge noch bis Jänner gesperrt bleiben sollen."

Norbert H. musste zwei Stationen zurück fahren

"Mit blieb also nichts anderes übrig, als eine Station zurück zum Keplerplatz zu fahren, wo der Lift allerdings auch kaputt war." Norbert H. soll, nach diesem Ärgernis, dann eine weitere Station, bis zum Reumannplatz, zurückgefahren sein, um endlich an die Oberfläche zu gelangen. "Ich musste dann im strömenden Regen mit meinem Rollstuhl wieder zurück zum Hauptbahnhof fahren."

Laut Norbert H. soll es immer wieder zu ähnlichen Situationen in Wien kommen. "Nicht mal die mobile App hat angezeigt, dass die Aufzüge nicht benutzt werden können. Leider ist die geschilderte Situation kein Einzelfall", erklärt er. "Für Menschen mit Gehbehinderung kommt es fast täglich zu solchen massiven Problemen."

Wiener Linien beziehen Stellung

"Für uns ist Barrierefreiheit ein großes Anliegen", erklärt die Pressesprecherin der Wiener Linien im Gespräch mit "Heute". Allerdings soll das momentan bei der Station Südtiroler Platz nicht möglich sein. "Seit 14. Oktober wird an der Aufzugserneuerung gearbeitet und das wird auch noch mehrere Wochen dauern, damit die Aufzüge aus dem Jahr 1976 am neuesten Stand bleiben. Leider kann die Anlage aus technischen Gründen aber nicht einzeln gewartet werden und muss deshalb gleichzeitig in Angriff genommen werden."

Auf der Homepage sollen die Wiener Linien schon am Montag über die Aufzugserneuerung Bescheid gegeben haben, so die Pressesprecherin. "Es gibt online aber auch eine Auflistung mit alternativen Routen." Allerdings war auf der mobilen App tatsächlich nichts dahingehend erwähnt worden. "Es gab ein Problem mit der App, aber das haben wir auch schon in Angriff genommen."

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