In der Leondinger Buschenschank ist das angekündigte Comeback bereits nach einem Tag wieder Geschichte. Nachdem der Betrieb am Freitag noch einmal geöffnet hatte, wurden die Schlösser am Samstag erneut getauscht. Zusätzlich wurden die Eingänge mit Ketten versperrt.
Hintergrund ist ein seit Tagen eskalierender Konflikt zwischen der Eigentümerin und dem Pächter. Auslöser sollen offene Zahlungen sein, über deren Höhe beide Seiten unterschiedliche Auffassungen vertreten.
Bereits in der Vorwoche war der Pächter laut "OÖN" kurzfristig ausgesperrt worden. Nach einem Anwaltsschreiben wurde der Zugang zunächst wieder ermöglicht. Gleichzeitig brachte die Eigentümerin nach eigenen Angaben eine Räumungsklage ein.
Der Betrieb öffnete daraufhin am Freitag erneut seine Türen. Einen Tag später war aber wieder Schluss. Die Eigentümerin begründete den neuerlichen Schlössertausch damit, den Weinbestand sichern zu wollen. Das damit verbundene juristische Risiko sei ihr bewusst gewesen.
Für den bisherigen Pächter dürfte damit endgültig feststehen, dass es am Standort keine Zukunft mehr gibt. Von Pächterseite wird das Vorgehen als rechtswidrig bezeichnet, da das Pachtverhältnis aus ihrer Sicht weiterhin aufrecht sei.
Streitigkeiten müssten auf dem Rechtsweg geklärt werden. Gleichzeitig wird eingeräumt, dass die Vertrauensbasis zwischen den beiden Seiten zerstört sei und eine Fortsetzung des Betriebs nicht mehr infrage komme.
Bereits gebuchte Feiern sollen dennoch stattfinden können. Nach Angaben der Eigentümerin wird das Lokal gegen eine Reinigungsgebühr zur Verfügung gestellt, auch für das Catering sei bereits eine Lösung gefunden worden. Gleichzeitig wird ein neuer Pächter für die Buschenschank gesucht. Das bestehende Pachtmodell mit niedriger Pacht und Weinbezug soll beibehalten werden.