"Neue Wege gehen"

Aus für Brandners Schifffahrten durch idyllische Wachau

Barbara Brandner will "neue Wege gehen" und sich neuen Projekten widmen. Die Flotte rund um die MS Austria wird an ein anderes Unternehmen verkauft.
Niederösterreich Heute
10.01.2024, 20:00
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28 Jahre lang begrüßte Barbara Brandner mehr als drei Millionen Gäste – ein enormer Anteil davon Touristen, die das Weltkulturerbe Wachau einmal im Leben gesehen haben wollten – auf ihrer MS Austria. Die Unternehmerin, die ihren Schifffahrts-Betrieb von Wallsee (Amstetten) aus führt, hatte damals das renovierungsbedürftige Fahrzeug aus der ehemals staatlichen Flotte herausgekauft, das Schiff so richtig aufgemöbelt, es herausgeputzt und ihm sogar eine Krone aufgesetzt.

Fine Dining, Candlelight Dinner

Nach der Erweiterung auf ein zweites Schiff, der ms austria princess, feierte man sogar Hochzeiten und Geburtstage am Wasser, Barbara Brandner ermöglichte "Fine Dining" auf der Donau, Candlelight-Fahrten und Brunches am Schiff fand man ebenso im Repertoire der Brandner Schifffahrt.

„Meine Vision, stilvolle Linien- und Charterschifffahrt auf der Donau zu entwickeln und eine Dynamik anzustoßen, die zu neuen Sichtweisen und gesamthaft zu einer Qualitätssteigerung geführt hat, ist für mich erfüllt.“
Barbara BrandnerChefin von Brandner Schifffahrt

Doch nun geht eine Ära zu Ende, denn Barbara Brandner übergab ihre beiden Wachau-Linienschiffe an die DDSG Blue Danube, die Unternehmerin aus Niederösterreich will nämlich "neue Wege gehen" und ihre Kreativität für "neue Projekte einsetzen", wie sie in einer Aussendung bekannt gibt.

"Es war für mich wichtig, dass die MS Austria, die Königin der Wachau, auch weiterhin hier in Würde eingesetzt wird", so Brandner.

Linienfahrten bleiben

Das Unternehmen selbst wird weitergeführt. Man will sich auf die Entwicklung der Schiffsanlegestellen an der Donau konzentrieren, zudem bietet man Ingenieursleistungen bei Donau-nahen Projekten an. Ein Weingut in Rossatz nennt die Unternehmerfamilie ebenfalls ihr Eigen, genauso wie das Lokal "Die Flößerei" mit Blick auf das Stift Dürnstein.

Auf Seiten der DDSG Blue Danube freut man sich über die Erweiterung der hauseigenen Schiffsflotte. "Mit dem Flottenzuwachs bietet die DDSG Blue Danube künftig nicht nur mehr tägliche Linienfahrten in der Wachau an 150 Tagen in der Saison, sondern schafft auch neue Kapazitäten für die stark nachgefragten Charter- und Themenfahrten. Durch den Kauf der Schiffe steigert die DDSG Blue Danube ihr Passagiervolumen nach dem Rekordjahr 2023 um ein Drittel", so Manager Wolfgang Fischer.

"Gesamte Region profitiert"

Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist mit der Lösung zufrieden: "Die Übernahme der beiden Schiffe durch die DDSG Blue Danube ist eine gute österreichische Lösung für ein verlässliches und qualitativ hochwertiges Schifffahrtsangebot an der Donau, von dem die gesamte Region profitiert. Die DDSG Blue Danube wird so zur positiven Entwicklung des Donautourismus beitragen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.01.2024, 20:00
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