Nachdem schrittweise beinah alle Corona-Maßnahmen fallen, wird heute auch die Corona-App des Roten Kreuz eingestampft. Mit der "Stopp Corona“-App war Österreich eines der ersten Länder, die die Kontaktnachverfolgung übers Handy regeln wollte, ein wirklicher Erfolg wurde sie jedoch nie.
Rund 1,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher haben sich die App auf ihr Handy geladen, um vor einer möglichen Infektionsgefahr gewarnt zu sein – die meisten von ihnen haben sie jedoch wieder unbenutzt gelöscht. Das Gesundheitsministerium stellte schließlich die Förderung für das Projekt ein und auch das Rote Kreuz sieht nun keine Verwendung mehr für die App.
Von Seiten des Ministeriums heißt es, dass die App zwar gerade zum Beginn der Pandemie einen gewissen Nutzen hatte, aber nun nicht mehr notwendig ist. Doch schon zu Anfang der Krise stand das Programm stets unter Kritik. Obwohl prominente Datenschützer an der Gestaltung beteiligt waren, hegte sich in der Bevölkerung stets Kritik an "Stopp Corona", die insbesondere von Datenschutz-Bedenken genährt wurden.
Im Verlauf der Pandemie hatte schließlich der Grüne Pass die App sukzessive in den Hintergrund gedrängt und dafür gesorgt, dass sie immer weniger genutzt wird. Für den Nachweis, der anzeigt, ob sein Besitzer geimpft, genesen oder getestet ist, soll aber auch bald Schluss sein. Am 5. März ist auch diese App Geschichte. Die "Stopp Corona"-App bleibt übrigens noch bis zum 28. Februar in Betrieb, ehe sie dann vollständig eingestellt wird.