"Es kann sein, dass wir aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb der Eurofighter einstellen werden". Mit diesen Worten wurde auf Twitter Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil zitiert.
In der Dringlichen Anfrage stellte der Minister dann klar: Der Betrieb des Eurofighters kostet heuer 80 Millionen Euro. Hinzu kommen "nicht kalkulierbare Risiken bei den Um- und Aufrüstungen" in den nächsten Jahren. Zugleich wird mit Saab 105 ein kostspieliges zweites System betrieben, dessen Lebenszeit 2020 endet.
Daher wird im Verteidigungsministerium fleißig gerechnet: Bis Ende Juni 2017 werden alle Optionen evaluiert. Konkret bedeutet dies nach "Heute"-Informationen: Es gibt keine Tabus, das könnte das Einstellen des Eurofighter-Betriebes bedeuten.
Der Nationalrat hat am Dienstag unterdessen die Wochen für einen neuen Eurofighter-Untersuchungsausschuss gestellt. FPÖ und Grüne brachten einen gemeinsamen Antrag ein. Als formal eingesetzt gilt der U-Ausschuss mit dem nächsten Parlamentsplenum, voraussichtlich am 29. März. Zeugenbefragungen dürften im Mai starten.
1,1 Milliarden Euro Schaden
Im Parlament sprach der Grüne Peter Pilz von einer möglicherweise "kriminellen Organisation". Der Minister selbst führte aus, er sei fest davon überzeugt, dass alles aufgeklärt werden müsse. Der Schaden für die Republik könnte bis zum Jahr 2016 bis zu 1,1 Milliarden Euro betragen.