Griechenland versucht vieles, um wieder Geld in die leeren Kassen zu spülen und den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Nun wurde deswegen das Rauchen in größeren Lokalen und Casinos wieder erlaubt.
Seit 1. Juli 2009 gilt in Griechenland ein strenges Rauchverbot für geschlossene öffentliche Gebäude, Versammlungsstätten sowie die gesamte Gastronomie. Davon ausgenommen sind Lokale unter 70 Quadratmetern Fläche. 2011 kamen außerdem Rauchverbote in Bussen, taxis und privaten Fahrzeugen hinzu, wenn Kinder unter zwölf Jahren an Bord sind.
Nun rudert Griechenland aus Geldnot zurück: Vorausgesetzt, die Lokale zahlen dem Staat jährlich 200 Euro pro Quadratmeter "Raucherfläche", dürfen die Wirte ihre Gäste wieder qualmen lassen. Dies sieht eine neue Verordnung des Gesundheitsministeriums vor.
Fragliche Maßnahme
Fraglich ist, wie viel Geld durch diese Maßnahme eingenommen werden kann. Auch wenn die Strafen zwischen 500 und 2000 Euro liegen, wurde das Rauchverbot in der Regel nicht eingehalten. Es ist nicht die erste Aktion, die Griechenland aus Geldmangel am Tabaksektor setzt: Erst kürzlich brachten die Hersteller auf den Markt.