Ausgesetzt! Gerettete Hündin heißt jetzt Corona

Diese junge Schäferhündin wurde während der Corona-Krise auf der Autobahn ausgesetzt. Tierparadies Schabenreith sagt, sie ist kein Einzelfall.

Drei Tage nach Verkündung der Ausgangsbeschränkungen in Österreich wegen Covid-19 wurde die Schäferhündin auf dem Foto auf der Pyhrn Autobahn in Oberösterreich ausgesetzt. Die Hündin sprang vor ein Auto – verletzte sich aber zum Glück nicht. Die Insassen reagierten schnell und brachten die verwirrte Hündin ins Tierparadies Schabenreith.

Hündin Corona, wie sie jetzt heißt, ist circa neun Monate alt und gechippt. Registriert ist die Hundedame nicht, daher besteht auch keine Chance, den/die Besitzer wieder zu finden.

Anrufe, Haustiere abzugeben, mehren sich

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Die junge Hündin ist zum Glück nicht verletzt - auf dem Gandenhof hat sich die Hundedame mittlerweile gut einegelebt. "Sie ist total lieb und kommt super mit den anderen Hunden zurecht", freut sich das Tierparadies. Rund 40 Hunde leben derzeit auf dem Hof. Die Zahl ändert sich ständig. Doch Hündin Corona soll kein Einzelfall sein, wie der Gnadenhof berichtet.

"In letzter Zeit erreichen uns vermehrt Anrufe von Menschen, die ihre Tiere dringend im Tierparadies abgeben wollen."

, heißt es vom Tierparadies Schabenreith.

Die Mitarbeiter vermuten, dass Haustierbesitzer ihre Tiere aus Angst abgeben wollen, nachdem vermehrt Meldungen von infizierten Hunden oder Katzen die Runde machen. Und weiter: "Es ist absolut unverständlich, aus reiner Panik, die sonst 'geliebten Tiere' plötzlich im Stich zu lassen".

Tierheim bittet um Hilfe

Das Tierparadies Schabenreith ist ein behördlich bewilligtes Tierheim in Oberösterreich. Die Mitarbeiter kümmern sich derzeit um rund 400 Tiere – von behördlich abgegebenen und ausgesetzten Haustieren wie Hunden, Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen über Hühner, Pferde, Schweine, Ziegen, Pfaue, Gänse oder Frettchen bis zum Lama, zwei Nandus und verletzten Wildtieren wie Rehkitze oder Schwäne. Das Tierheim ist nicht zu 100 % staatlich gefördert und auf Spenden und Patenschaften angewiesen.

"Um Tiere retten zu können brauchen wir dringend Unterstützung, denn viele Menschen denken nur noch an das eigene Wohl und fragen sich nicht, wie es die Tierheime finanziell schaffen sollen in diesen turbulenten Zeiten.", appelliert das Tierparadies Schabenreith an Tierfreunde.

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