Aussichtsreiche Corona-Pille kommt heute zu uns

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SymbolbildBild: picturedesk.com
Als eines der ersten Länder weltweit bekommt Österreich aus der Schweiz ein Medikament, das in der Behandlung von Corona helfen soll.

Österreich bekommt noch am heutigen Montag die erste Lieferung eines Medikaments, mit dem man Corona behandeln kann. Wir sind eines der ersten Länder, die beliefert werden. Und das auch noch kostenlos.

Forschungen laufen

Bis es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt, wird es noch dauern. Es wird fieberhaft daran geforscht. Parallel dazu suchen Forscher aber auch nach einem wirksamen Medikament, das den Krankheitsverlauf mildern kann.

Das vielversprechendste Mittel derzeit ist bisher zur Behandlungen von Malaria verwendet worden. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis stellt es her - und will 130 Millionen Dosen davon spenden. Österreich bekommt schon heute als eines der ersten Länder eine Lieferung.

Heilversuch

Hydroxychloroquin ist der Wirkstoff, um den es geht. Er wird in der Schweiz unter dem Handelsnamen Plaquenil und in Deutschland unter dem Namen Quensyl verkauft. In der Schweiz sollen damit bereits "konkrete Behandlungserfolge" an Coronakranken erzielt worden sein.

Die nötige Voraussetzungen für eine Anwendung in Österreich (Einfuhrerlaubnis, Verabreichung) wurden von den österreichischen Behörden im Eiltempo erledigt. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) verteilt das Medikament genau dorthin, wo es am dringendsten gebraucht wird. Ärzte verabreichen das Medikament dann in einem "klinischen Heilversuch". Ziel ist auch, die Forschung an Medikamenten gegen Covid-19 voranzutreiben.

Warnung

Das Medikament sollte jedoch nicht als wundersames Heilmittel verstanden werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor falschen Hoffnungen. Denn getestet wurde bisher nur an sehr kleinen Gruppen.

Die bisherigen Studien seien zudem auch nicht dem wissenschaftlichen Standard entsprechend: Die Teilnehmer und die Kontrollgruppe wurden nicht zufällig ausgewählt. Es handelte sich auch um keine sogenannte "Doppelblindstudie", bei der weder Patient noch Arzt wissen sollen, wer in welcher Gruppe ist.

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