Australien stoppt umstrittene Mörder-Touristentour

Bild: © Megan Lewis / Reuters (X00414)
Der berüchtigte australische Serienmörder Ivan Milat versetzte in den 90er-Jahren das ganze Land in Angst und Schrecken. Ein Reiseanbieter machte sich seine Popularität zu Nutzen und bot nächtliche Ausflüge in die Wälder an, in denen Milat sein Unwesen trieb. Nach Protesten wurden die Touren nun beendet.
 

Drei Deutsche, zwei Briten und zwei Australier - alle Rucksacktouristen - wurden von dem Killer brutal gefoltert und ermordet. 1994 konnten die Behörden den Mann festnehmen, der seitdem in einer Zelle eine lebenslange Haftstrafe verbüßt. 

Im berüchtigten Belanglo-Wald, Jagdgebiet von Milat rund 130 Kilometer südlich von Sydney, bot ein Reiseveranstalter nun Touren an, auf denen man eine "extreme Horrorerfahrung" machen konnte, wie es hieß. "Kommt mit in den Wald, wo Ivan Milat seine Leichen vergraben hat. Wer in den Belanglo-Wald geht, kommt vielleicht nie zurück", stand auf der Homepage zu lesen. 

Nach harscher Kritik wurden die Reisen nun gestoppt. Nachdem sich Anwohner und Kriminalitätsopferverbände ebenso wie der Ministerpräsident des betroffenen Gebiets schockiert gezeigt hatten, wurden die umstrittenen Touren vorerst beendet. 
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