Pyrotechnik auf Tribünen und Spielfeld! Für diese jüngsten Ausschreitungen seiner Problemfans im 348. Wiener Derby bei der Austria muss Rapid die nächsten drei Jahre auf Gästefans in Favoriten verzichten. Rapid-Boss Alexander Wrabetz äußerte den Wunsch, dass daher in Zukunft auch die "Veilchen" auf ihren Anhang in Hütteldorf verzichten würden. Freiwillig. Aleksandar Dragovic erteilte diesem Ansinnen im "Heute"-Gespräch bereits eine Absage. Jetzt bezieht auch Klub-Präsident Kurt Gollowitzer dazu Stellung.
"Unsere Anhänger haben sich beim letzten 2:0-Heimsieg vorbildlich verhalten, warum sollten wir sie jetzt dafür bestrafen? Nein, wir folgen Rapid in diesem Fall nicht", sagt Gollowitzer zur "Krone". Nachsatz: "Vor dem nächsten Derby in Hütteldorf werde ich aber sicherlich das Gespräch mit unserer Fanszene suchen."
Für die Pyro-Ausschreitungen im letzten Derby erhielt Rapid neben dem Verbot der Gästefans bei der Austria auch eine Sektorensperre im Allianz-Stadion für drei Top-Heimspiele und eine Geldstrafe von 100.000 Euro. Die Austria muss 48.400 Euro zahlen.
Das Spiel wurde vom Schiedsrichter für rund zehn Minuten unterbrochen. Die Austria gewann das Spiel 2:0. Zwei Personen wurden laut Polizeiangaben durch pyrotechnische Gegenstände verletzt, außerdem gab es 117 Anzeigen – 21 strafrechtliche und 96 verwaltungsrechtliche.