Austria-Coach: "Können ein, zwei Scheiß-Jahre werden"

Manfred Schmid und Manuel Ortlechner.
Manfred Schmid und Manuel Ortlechner.FK Austria
Am Freitag wurde die neue Austria-Führung offiziell vorgestellt. Manfred Schmid übernimmt das Traineramt, dämpfte aber gleich einmal die Erwartungen. 

Die Freude war dem 50-Jährigen anzusehen. Schmid kehrt zu seinem Herzensklub zurück, nach Stationen als Co-Trainer in Köln, Dortmund und wieder in Köln, wo sich der Ex-Kicker zuletzt um die Leihspieler kümmerte. 

"Ich wohne zehn Minuten von hier entfernt, habe schon als Neunjähriger Tibor Nyilasi oder Herbert Prohaska auf die Füße geschaut. Dass mein Herz schlägt, muss ich nicht erwähnen. Ich weiß, was es heißt, Austrianer zu ssein", leitete Schmid mit einem Blick in die große violette Vergangenheit ein. 

"Zwei Scheiß-Jahre"

Die Zukunft wird für den neuen violetten Trainer allerdings anders aussehen. Dies musste Schmid unverblümt zugeben. Die finanziell angeschlagenen "Veilchen" müssen eine neue Mannschaft aufbauen, dabei auf die Jugend setzen. "Jetzt ist der Moment gekommen, um einiges zu verändern. Wir müssen viele Dinge ins Positive rücken", erklärte Schmid. 

Und wurde dann noch deutlicher: "Es werden ein, zwei Scheiß-Jahre werden. Ich bin der Trainer, der wohl die schwierigste Ausgangsposition hatte. Aber es gibt ein Commitment, wie unser Weg ausschauen soll."

Fokus auf die Jugend

Dabei geht es vor allem um die Förderung der Jugend. Die Austria muss aus der Not eine Tugend machen. "Dementsprechend habe ich auch mein Trainerteam zusammengestellt, mit Cem Sekerlioglu den U18-Coach in mein Team geholt. Es kann nicht sein, dass Spieler zwei, drei Jahre bei den Young Violets spielen. Entweder haben sie die Qualität, oder eben nicht", so der neue Austria-Coach weiter. 

Am Montag geht es mit dem ersten Training los. Der Kader steht da freilich noch nicht. "Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Das Ziel, Cheftrainer zu werden, habe ich nie aus den Augen verloren. Auch wenn ich die eine oder andere Enttäuschung bei den Trainerbestellungen der Austria hinnehmen musste. Ich bin aber nicht nachtragend", so der 50-Jährige. 

Zwei Spieler ins Nationalteam?

Doch wie soll eine Austria unter Schmid spielen? "Gefühlt gibt es seit 110 Jahren eine Spielkultur. Meine Spielidee muss offensiv ausgerichtet sein, dazu ein qualitativ hochwertiges Passspiel. Aber man wird sehen, wie man es umsetzen kann, wenn der Kader steht", erklärte der Austria-Coach. 

Daran orientieren sich auch die Ziele des neuen violetten Trainers: "Auf Platzierungen will ich mich da nicht festlegen, es geht darum die Jungen weiterzuentwickeln. Wenn es zwei Spieler ins Nationalteam schaffen, bin ich schon sehr zufrieden." Und die violetten Fans wohl auch...

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